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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„Honigfüße“ in bunten Söckchen

28.07.2018

Oldenburg Zehn Tage in Folge feiern Oldenburger und musikbegeisterte Besucher von außerhalb den Kultursommer nun schon, trotzen dabei immer und immer wieder der bislang doch so ungekannten Hitze – von Ermüdung ist aber dennoch keine Spur. Beim Konzert am Donnerstagabend lagen die Temperaturen noch um die 30 Grad.

Trotzdem oder gerade deswegen tummelten sich abermals rund 3000 Besucher auf dem Schlossplatz. Unter ihnen (natürlich) viele langjährige Fans des Sommerspektakels. Zwei, die bis dato nur ganz wenige Chancen ausgelassen hatten, vor Ort mitzufeiern und bereits zum neunten Mal in diesem Jahr den Konzerten beiwohnten, sind Eycke Voß und Thomas Müller: „Wir kommen jedes Jahr her, es ist wie immer schön – das Wetter ist so super, dass wir unseren Urlaub jeden Abend hier genießen und ausklingen lassen. Morgen kommen wir wieder!“

Auch KuSo-Neulinge sind anzutreffen, mit Jung und Alt warten sie auf den bevorstehenden – hoffentlich musikalisch erfrischenden – Auftritt des heutigen Abends.

Nach echter Abkühlung klingt die angekündigte Band allerdings erst einmal nicht: „Honeyfeet“ beschreibt vielmehr den gefühlten Zustand der meisten Besucher hier – eben klebrig und flüssig wie Honig. Das hält echte Blues- und Irish Folk-Liebhaber sowie neugierige Open-Air-Gänger jedoch keineswegs ab.

Entsprechend ohrenbetäubend ist der Applaus, als die Band schließlich gegen 19.45 Uhr die Bühne betritt. Die siebenköpfige Formation aus der Musikmetropole Manchester ist zum ersten Mal auf dem Kultursommer. Nach einigen Songs ist klar – Begeisterung gibt’s dafür auf beiden Seiten! Die Truppe kommt gut an. So bunt wie die Auswahl ihrer Socken und dem farbenfrohen Kleid der Frontfrau wie Flötistin Ríoghnach Connolly ist auch ihre Musik: ein Mix aus Blues, Funk, Soul und Irish Folk.

Die Songs sind unterschiedlich schnell und fetzig, dann wieder ruhiger. Connolly und Gitarrist Ellis Davies verwöhnen die Besucher mit brillantem Gesang, Flötenklängen und Gitarrensound. Was die Lieder aber immer sind: gut tanzbar! Das Publikum beweist es. Fast jeder bewegt sich, wippt mindestens mit den Füßen. Fächer werden rhythmisch zur Musik bewegt – Connolly hat ebenso einen. Selbst richtige Tanztalente sind unter den Besuchern zu finden. Mit geschickten Bewegungen werden sie ungehemmt eins mit der Musik, leben sich hier tänzerisch aus. Die Stimmung ist fantastisch, trotz der anhaltenden Temperaturen.

Die Band lässt sich die Hitze nicht anmerken, obwohl den Mitgliedern auf der gut ausgeleuchteten Bühne doppelt so heiß sein dürfte. Ganz Profi trotzen sie schweißnass dem Wetter. Connolly fächert sich zwischen Gesang und Flöte derweil immer wieder vermeintlich frische Luft zu.

Gegen 22 Uhr ist ein leichter Wind zu spüren, das Konzert nähert sich dem Ende. So einfach lässt das Publikum „Honeyfeet“ allerdings nicht gehen. Mit fünf unterschiedlichen und einzigartigen Zugaben belohnt die Band den großen Zuspruch.

Alles schwitzt. Alles klebt. Alles wirkt ausgelassen. Diese wunderbare, lebhafte Stimmung bis zum Schluss – nein, besser hätte dieser heiße Sommerabend wohl nicht enden können.

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