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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein stilvoller Stilwechsel

21.07.2019

Oldenburg Durchaus gewagt, was die Kultursommer-Regie da für den ersten Sonnabend des diesjährigen Festivals geplant hatte. Mitteleuropäische Wandermusik zuerst, danach rhythmischer Reggae aus Afrika. Aber am Ende wussten alle: Passt schon! Bewegung ist schließlich alles.

Zum Auftakt erschien die deutsche Band Trouble Notes. Auf Gesang wird verzichtet, statt dessen sorgen Violinen, Gitarren und Klopfinstrumente für den guten Klang. Europäische Folklore, die zurückgeht auf regionale Wurzeln wie Flamenco oder Gypsy-Jazz (wie die Musik der Zigeuner, also Sinti und Roma, heute auf gut Englisch genannt wird), machte den zunächst mal 2000 Zuschauern mächtig Spaß.

Wohl auch, weil die Trouble Notes nicht davor zurückschrecken, trendige Elemente in ihren Sound zu integrieren. Eine längere Zugabe war da logisch.

So war der Schlossplatz mit 4000 Leuten bestens gefüllt, und es war höchste Zeit für einen abrupten Stilwechsel. Knapp 100 Minuten Reggae, Dub und Dancehall waren angesagt, und Rocky Dawuni ließ vom ersten Ton an keine Zweifel daran, genau dies zu erledigen. Ein mächtiger Bass, ein dunkles Schlagzeug, dazu Dawunis Stimme – die Musik des gebürtigen Ghanaers, der auch in Los Angeles lebt und arbeitet, zielt unmittelbar auf die Beine. Die hypnotische Stimmung, die er zum Beispiel in „Beats of Zion“ entwickelt, zieht die Menge über die gesamte Strecke der Show in seinen Bann.

Das Konzept hinter der Reggae-Musik mag schlicht sein. Der „Offbeat“, also die Betonung des zweiten oder vierten Teils eines Taktes macht den grundsätzlich langsamen Rhythmus zunächst ungewohnt. Eine Schlichtheit, die aber wettgemacht wird durch Originalität und hohen Wiedererkennungswert. Folge: Nur wenige auf dem Schlossplatz dürften die Songs des Rocky Dawuni vorher gekannt haben, aber alles konnten in kurzer Zeit jeden Refrain mitsingen. Na gut, wenigstens mitsummen.

Überwiegend Eigenmaterial wie das fulminante „Rock your soul“ sang der Mann mit den langen Rastalocken, nur ganz zum Schluss griff Dawuni ins Reggae-Geschichtsbuch: Mit „Get up, stand up“ huldigte er dem ultimativen Helden dieser Musik, dem Jamaikaner Bob Marley. Die 4000 Kultursommer-Fans huldigten mit.

Klaus Fricke
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