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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kultursommer In Oldenburg: Über 80 000 Besucher feiern bei Höchsttemperaturen

30.07.2019

Oldenburg Das Ende vom Lied ist der Anfang vom nächsten. Bettina Stiller kennt das schon. Den Kultursommer betreut sie ja bereits einige Jahre. Der 41. ist gerade vorbei – und die Kulturetagen-Sprecherin sieht müde aus.

Ja, es waren aufregende zwölf Tage. Und heiße. 42 Grad wurden am letzten Mittwoch auf dem Schlossplatz gemessen. Zur Vorgruppe „Stenz“ waren dann auch nur Hartgesottene gekommen. Als „Bears of Legend“ eine Stunde später die Bühne betraten, konnten die Veranstalter aber wieder die üblichen 2500 bis 4500 Zuschauer verzeichnen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Bettina Stiller: Der Kultursommer 2019 war ein voller Erfolg.

Welche Veranstaltung war am besten besucht?

Bei den Konzerten stach der irische Singersongwriter Ryan Sheridan am letzten Montag heraus. Erfahrungsgemäß gut besucht waren die Wochenendkonzerte. „Durch die Decke gegangen ist besonders das Open-Air-Kino“, sagt Bettina Stiller. „Die vorab erhältlichen Karten waren Wochen vorher ausverkauft.“ Mit insgesamt 4800 Besuchern hat die Veranstaltung tatsächlich einen Rekord aufgestellt. Zum Vergleich: 2018 waren es 3300 Besucher. „Rund 300 Leute mussten wir aus Platzmangel pro Vorstellung wieder nach Hause schicken“, bedauert die Kulturetagensprecherin.

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Wie waren die Zahlen insgesamt?

Zu 85 Veranstaltungen in zwölf Tagen sind 80 344 Menschen gekommen (Vorjahr: 80 174 bei 92 Terminen). Die 17 Konzertabende oder -nachmittage wurden von 59 200 Leuten besucht (2018: 50 400). Auch die Literaturangebote waren mit 500 Gästen (2018: 350) beliebt. Theatergastspiele lagen bei 750 (2018: 510), Kulturetagenproduktionen bei 1094 (2018: 1404) Besuchern.

Hat die Hitze Auswirkungen gezeigt?

„Tagsüber haben sich die hohen Temperaturen bemerkbar gemacht“, sagt Bettina Stiller. Gerade zu den Familienangeboten am Nachmittag seien weniger Leute gekommen. Großen Zulauf habe es meist während der Hauptacts gegen 21 Uhr gegeben, sagt sie. Der wenige Regen – am ersten Samstagnachmittag und der große Schauer Sonntagabend – hat offensichtlich niemanden gestört. Im Gegenteil „gestern Abend haben die Leute im Regen getanzt und sich gefreut“, sagt Bettina Stiller und erzählt, wie sie mit ihrem Team die berliner Punk-Indie-Band „Gurr“ mit aufgetrennten Mülltüten als Schirm trocken zur Bühne geschleust hat.

  Der Getränkeumsatz war erwartungsgemäß gut. Eine genaue Bilanz wird allerdings erst Ende der Woche stehen.

Welche Resonanz gibt es von den Besuchern?

„Die Leute haben größtenteils positiv reagiert“, sagt Bettina Stiller, die auch die sozialen Medien betreut. Bemängelt wurde die Ticketsituation beim Open-Air-Kino. „Wir können im Vorfeld nur 120 Karten anbieten. Die restlichen der 700 Plätze werden am Abend selbst vergeben“, sagt Bettina Stiller. Das läge an der Unberechenbarkeit des Wetters: bei Sturm, Regen und Gewitter wird die Veranstaltung abgeblasen – in so einem Fall müssen die Veranstalter alle bereits verkauften Karten zurückerstatten.

  An diesem System ließe sich leider nichts ändern. Aus organisatorischen Gründen – die Leinwand muss spätestens am letzten Samstag abgebaut werden – sind viel mehr als acht Kinoabende auch nicht machbar.

Was wird sichnächstes Jahr ändern?

Nicht mehr geben wird es 2020 die „Großen Literaten“. Nach dem dritten Mal habe sich das Format einfach ausgelaufen. Initiator und Künstlerischer Leiter der Kulturetage, Bernt Wach, der die Zitterpartie ums trockene Wetter bei dem Freilufttheater jedes Mal ausgehalten hat, werde kommendes Jahr aber wieder „ein Stück an einem ungewöhnlichen Ort inszenieren“.

  „Dazu kommt noch eine neue Produktion“, sagt Bettina Stiller. Auf „radikale Veränderungen“ müssten sich Kultursommergäste nicht einstellen. Angedacht ist wieder ein Projekt im Lambertigang und die 39-Jährige hat ein neues Marketingkonzept im Kopf.   Eventuell gibt es wieder einen „Global-Lokal-Day“. Die Sichtung für Musiker ist schon vor Beginn dieses Kultursommers angelaufen – aber noch geheim.

Wie geht es jetzt weiter?

Seit Sonntagnacht wird abgebaut. „Bis das ganze Equipment zurück in die Kulturetage gebracht, durchgecheckt, saubergemacht und wieder an Ort und Stelle ist, vergeht eine Woche“, sagt Bettina Stiller, die sich währenddessen mit ihrem Team der detaillierten Auswertung widmet.

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  Anschließend dürfen alle mal ausruhen: bis zum 25. August ist die Kulturetage geschlossen. Und weil das Ende vom Lied meistens der Anfang ist, geht es dann weiter mit der Planung für einen gelungenen Kultursommer.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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