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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kunst: Von der Straße ins Museum

20.10.2018

Oldenburg Seit einer Woche hat die Werkschule angebaut – in einem Zelt an der Rosenstraße entsteht ein besonderes Kunstprojekt. „Wir wollten in den öffentlichen Raum“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Heppner. Und das aus gutem Grund: Denn die Künstler, die im „kulturellen Wohnzimmer“ vor dem Kunstforum ihre Werke schaffen, leben größtenteils im öffentlichen Raum.

Das Projekt „unbehaust – wir können auch anders“, das die Werkschule zusammen mit dem Stadtmuseum organisiert hat, ist zuvorderst für Obdachlose gedacht. An diesem Samstag sind die Werke ab 18 Uhr zu sehen, im November kommen sie dann ins Stadtmuseum.

Begleitet wird das Projekt von den beiden Bremer Künstlern Amir Omerovic und Rainer Weber. Die beiden hatten sich im Vorfeld Gedanken gemacht, auch zum möglichen Ergebnis der Arbeiten. „Das, was wir geplant haben, wird jetzt aber ziemlich sicher nicht stattfinden“, sagt Omerovic. „Die Teilnehmer hatten einfach bessere Ideen.“

Ursprünglich sollten die Möbel, die im Zelt vor der Werkschule standen, am Ende den Mittelpunkt bilden. „Wir wollten sie irgendwie verwirbeln, durcheinanderbringen“, sagt Omerovic. Daraus werde allerdings nichts. Stattdessen sollen die Möbel zu Trägern für die entstandenen Kunstwerke werden. „Mal gucken, was passiert“, sagt Weber. Alles geschieht spontan, alles ist ständig im Fluss, im Zentrum soll der Spaß stehen.

„Im Vorfeld waren viele skeptisch“, sagt Wolfgang Heppner, Geschäftsführer der Werkschule. Vor dem Projekt gingen die Organisatoren in soziale Einrichtungen, in die Tageseinrichtung an der Ehnernstraße, die Bahnhofsmission, zum Diakonischen Werk. „Viele dachten, wir wollen sie nur ausnutzen“, sagt Heppner.

„Wir hatten Angst, dass niemand kommt“, sagt Beate Anneken. Die künstlerische Leiterin der Werkschule kennt diese Angst von anderen Veranstaltungen, diesmal entpuppte sie sich als unbegründet. Bereits zum Auftakt kamen acht Teilnehmer, im Laufe der Woche waren es mehr als zehn. „Einige kamen für ein paar Stunden, hinterließen ihre Spuren und gingen wieder“, sagt Omerovic. Andere kamen immer wieder.

Die Angst vieler Obdachloser, man wolle sich über sie profilieren, indem man sie in Klischees steckt, war groß – verpuffte aber schnell. „Sie machen nicht, was wir wollen“, sagt Omerovic. „Wir machen, was sie wollen.“ Und das ist vielfältig. Es gibt Arbeiten mit Ton, Drucke, Malerei und Skulpturen. Sogar eine Videoinstallation ist geplant. Ein Teilnehmer spricht Weber zufolge „irre Texte“. „Die sind schon fast dadaistisch“, sagt Omerovic. „Das ist total spannend, auch wenn es kaum kontrollierbar ist.“

Robert Otto-Moog Freier Autor
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