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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Was aus dem Rahmen fällt, bleibt hängen

27.10.2018

Oldenburg Wie sehen anonyme Gefühle aus? Wie klingen Farben, die auf der Leinwand mit kantigen Worten verschmelzen?

Wo beginnt die Freiheit? Im Kopf. In den Augen des Betrachters. Während des Schöpfungsprozesses. Eunju Pi drückt Emotionen, für die es keine Worte gibt, weder auf deutsch, noch in ihrer Muttersprache Koreanisch, sondern in Farben aus. Heraus kommen Naturmotive, die sich völlig auflösen. Bis ins Abstrakte. Einige erinnern an William Turners Landschaften, andere Werke der 28-Jährigen spielen mit Wasser und Dunkelheit.

Die Schülerin der Berliner Universität der Künste verwendet chinesische Tinte, um ihr Herz in Seide und Chiffon zu tauchen. Auf der Leinwand wagt sich die Asiatin mit Acryl in morgendliches Dämmerlicht und hellen Sonnenschein.

Eunju Pis anonyme Gefühle sind derzeit in der Up-stairs Gallery von Monika Meyer-Bohlen zu sehen – und treffen auf wohlklingende Farben, die Nadia Lichtig fantasievoll komponiert. Die 45-jährige Kunstprofessorin und Wahlfranzösin arbeitet multimedial. Grundlage sind Briefe in Sprachen, die sie nicht versteht – Tschechisch oder Ungarisch, Zeilen ihrer Großmutter. Fremde, kantige Worte baut die gebürtige Münchenerin in Lieder ein, getragen von ihrer Stimme und minimalen Soundeffekten. Aus der Musik wiederum entstehen Bilder – angefangen mit Skizzen, Strichzeichnungen, wie sie sie schon als Zwölfjährige                       anfertigte. Der Betrachter solle weder Briefe noch Striche, Worte oder Themen, sondern etwas völlig neues entdecken. Untermalt mit Klängen, von Nadja Lichtigs Kompositionen, die im Hintergrund laufen.

Für Enju Pi, die beim Malen selbst klassische Musik von Gustav Mahler hört, ist es die erste Ausstellung in Oldenburg. Nach Deutschland zog es sie der Kunst zuliebe. Gerhard Richter habe sie stets fasziniert. Zu sehen waren die meist abstrakten Werke der Koreanerin unter anderem in der Londoner Tate Gallery. Nadia Lichtings multimediale Kunst wurde bereits dem Düsseldorfer Publikum im Kai 10 vorgestellt.

Die Oldenburger Galeristin Monika Meyer-Bohlen sieht große Korrespondenzen zwischen den beiden Frauen. Anonyme Gefühle und klingende Farben haben noch bis Freitag, 16. November in der Upstairs-Gallery an der Gartenstrasse 34 Platz. Und sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 17 bis 18 Uhr zu bewundern.


  www.upstairs-gallery.de 
Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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