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Aktualisiert vor 39 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Wer lange hinschaut, kommt ins Bilde

19.01.2019

Oldenburg Irgendwo fängt er an. Irgendwann hört er auf. Und dazwischen erschafft er Räume. Solche, in denen sich der Betrachter verlieren kann.

Miniatur-Labyrinthe, Baukästen, Computerfestplatten, Basteleien. Die Räume des Kunstforums der Werkschule werden ab kommenden Dienstag von ungewöhnlichen Objekten bewohnt. Ihr Schöpfer mag keine Kompromisse. „Ich liebe das Schnelle. Das Impulsive“, sagt Lars Unger. Viele Jahre hat der Oldenburger nach seinem Kunststudium in Groningen und Hamburg als Bühnenbildner gearbeitet. Szenografie nennt sich die Berufssparte – das Schreiben des Raumes.

Lars Unger hat etliche Bühnen in Szene gesetzt, bis er sich entschieden hat, im eigenen Atelier zu arbeiten, wo kein Dramaturg, kein Requisiteur ihm reinredet. Für seine erste Einzelausstellung hat der 38-Jährige viel gesammelt. Ein riesiges Lager beherbergt all die Schätze, aus denen seine Arbeiten entstehen. Fließ, Wolle, Pappe, Holz, Folien, Wellpappe, Metall, Filz sind die Grundlage seiner Collagen und dreidimensionalen Werke. Einige werden abschließend in Setzkästen gerahmt, andere verdeckt – einzig ein Guckloch ermöglicht dem Betrachter einen Einblick.

Inspiriert von Demonstrationen, politischem Aktivismus hat Lars Unger Banner und Aufsteller, Flaggen und Schilder kreiert. „Formt und Färbt Euch“ ist gleichzeitig Titel der Ausstellung und Aufforderung, Farbe zu bekennen, sich selbst eine Meinung zu bilden. „Ich gebe den Gedanken eine Kulisse“, sagt der Künstler. Das Verdeckte reize ihn, die Rückseite der Szene. Als Bühnenbildner habe ihn vor allem das fasziniert. Einige Bilder fallen sprichwörtlich aus dem Rahmen: Stoffreste und Tonpappe ragen über die Leinwand. Anderes wirkt scheinbar wahllos aneinandergeklebt. In Lars Ungers Werken gibt es viel zu entdecken. Man kann eintauchen in die Dreidimensionalität und Fragen stellen, auf die man selbst Antworten suchen muss. Bei der Vernissage wird bewusst auf eine Einführung verzichtet. Lediglich die schauspielerische Performance eines Ensemblemitgliedes vom Staatstheater bringt die Besucher auf den Weg.

Etwa vier Wochen braucht der 38-Jährige für ein Werk, meist arbeite er aber auch an verschiedenen Dingen gleichzeitig. Mit der Frage, wie viel ein vollendetes Bild brauche, soll sich der Betrachter auseinandersetzen. „Man muss auch unfertige Dinge aushalten“, sagt ein Künstler, der irgendwo anfängt und irgendwann aufhört.
 Eröffnet wird die Schau am Dienstag, 22. Januar, um 18 Uhr im Kunstforum der Werkschule an der Rosenstraße 41, in Anwesenheit des Künstlers. Nach der Begrüßung wird Schauspieler Fabian Kulp performativ in die Ausstellung einführen. Geöffnet hat das Kunstforum montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr sowie montags und donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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