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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Landesarchiv In Oldenburg: Ohne Zeitmaschine Jahre zurück

09.03.2020

Oldenburg Es passiert nicht allzu häufig, dass man als Besucher über den Leseraum hinaus weiteren Einblick hinter die Kulissen des Landesarchives in Oldenburg bekommt. Umso spannender ist es, wenn das Archiv alle zwei Jahre seine Pforten öffnet, und Geschichtsinteressierte und Hobby-Ahnenforscher einlädt, um in die Vergangenheit zu reisen.

Am vergangenen Samstag drehte sich alles um das Thema „Kommunikation“. Dass es nicht immer so leicht war, mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren, erläuterte Martin Schürrer, Mitarbeiter des Landesarchivs, in seinen Führungen. Den Besuchern zeigte er antike Karten, Briefe und Urkunden. Sogar die Unterschrift von Katharina der Großen bekam man zu Gesicht.

Im Landesarchiv ist noch nicht sehr viel vom digitalen Zeitalter zu erkennen, man fühlt sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Die wenigen Computer im Leseraum erlauben es zwar im Katalog des Archivs zu stöbern, aber offenes W-Lan für Besucher gibt es nicht. Ein ungewohntes Gefühl, wo man doch heute nur noch wenige Mausklicks von allen Informationen, die man sucht, entfernt ist.

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Deshalb stellte sich manchen Besuchern die Frage, ob ein Archiv nicht ein Relikt aus der analogen Vergangenheit ist oder doch noch immer ein wichtiger Teil unserer Gegenwart?

„Es ist doch gerade das Schöne an alten Quellen, die Vergangenheit direkt vor Augen geführt zu bekommen“, betont Tanja Cramer, Mitarbeiterin des Landesarchivs. Denn man erkenne die Individualität der Einzelpersonen. Alleine Urkunden und Stammbücher bekommen eine ganz individuelle Note durch eigene Hand- und Unterschriften. Doch man kann noch viel tiefer in die Gefühlswelt von Personen eintauchen, die längst verstorben sind. Denn das Landesarchiv verfügt über eine enorme Menge an persönlichen Briefen. Unter anderem von Mitgliedern aus dem großherzoglichem Haus.

Ein gewisses Geschichtsinteresse muss gegeben sein, um sich für geschichtliche Zeugnisse begeistern zu können. Nicht jedermann kann staunend vor einer Karte aus dem Mittelalter stehen. Aber hat sich nicht schon jeder einmal gefragt, wo seine Wurzeln sind? Hier beginnt die Ahnenforschung. So hilft die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde dabei, aus Stammbüchern und verschiedenen Stammbäumen auf die Anfänge seiner Familiengeschichte zu stoßen.

Doch über den historischen Wert hinaus hat ein Archiv noch eine weitere Funktion. In ihm spiegelt sich der Geist des demokratischen Gedankens wider. Relikte der Vergangenheit, egal ob sie politisch sind oder vor allem die persönliche Vergangenheit betreffen, sollen für jedermann zugänglich sein. Darin zeigt sich die Transparenz der Demokratie, erklärt Martin Schürrer.

Der Besuch im Landesmuseum hat alle Fragen beantwortet. Im Alltag kommt man mit historischen Quellen eher nicht in Berührung. Aber in der heutigen schnelllebigen Zeit strahlen sie etwas Beruhigendes aus. Sie gewähren einen Einblick in das Leben in der Vergangenheit und zeigen, dass persönliche Fragen, die man sich selbst stellt, auch schon Menschen vor 200 Jahren bewegt haben. In einer Zeit, in der viel weggeworfen und wenig aufgehoben wird, sind es gerade die Archivalien, die zu den Wurzeln zurückführen.

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