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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Oldenburger Innenstadt steht nun in Leer

22.11.2017

Oldenburg /Leer Die Lambertikirche, der Schlossgarten, der Kramermarkt und die EWE Arena stehen jetzt in Ostfriesland. Doch die Sehenswürdigkeiten der Huntestadt wurden nicht einfach von einem Ort an den anderen verfrachtet. Sie stehen im Leeraner Miniaturmuseum – im Maßstab 1:87. Dort kann man seit kurzer Zeit viele Ecken Oldenburgs bewundern. Lediglich drei Quadratmeter fehlen noch zur Fertigstellung der Miniatur-Ausgabe der Stadt. Zuletzt wurden die Innenstadt, das Gebiet rund um die Lambertikirche und die JVA fertiggestellt.

Die Wege zwischen den Orten und Sehenswürdigkeiten liegen im Museum nur wenige Meter auseinander. Die Stadt Oldenburg steht gleich neben Bad Zwischenahn auf einer Fläche von rund 190 Quadratmetern. Figürchen, Bäume, Büsche, Straßen und Autos sind inmitten der bekannten Gebäude zu erkennen.

Versteckt in dem Miniaturland sind kleine Szenarien, die zum Beispiel Jugendliche und einen Nordic Walker im Schlossgarten (rundes Bild) oder den Wochenmarkt auf dem Pferdemarkt zeigen. Die Besucher sind eingeladen, diese kleinen Schauplätze zu finden und zu erkunden. „Man muss Zeit mitbringen, und auch Geduld“, sagt Jan-Christoph Kerski, der für den Verkauf und die Gastronomie im Miniaturland zuständig ist. Somit kann ein Durchgang durchs komplette Museum bis zu zweieinhalb Stunden dauern.

Zahlen und Fakten

Auf einer Fläche von 1100 Quadratmetern ist die Miniaturlandschaft ausgestellt.

Im Jahr 2011 eröffnete das Museum in Ostfriesland.

Im Wechsel zeigt sich die Landschaft bei Tag und bei Nacht.

110 000 Figuren haben in dem Miniaturland ihr Zuhause.

7500 Gebäude werden in dem Museum im Maßstab 1:87 ausgestellt.

Insgesamt sind 400 000 Arbeitsstunden Bauzeit in die Fertigstellung des Miniaturlandes geflossen.

Über 300 Schiffe sind im Museum zu bewundern.

Viele kleine Szenerien gibt es auf der Fläche zu entdecken. 130 davon sind steuerbar und können auf Knopfdruck zum Leben erweckt werden.

Oldenburg steht auf einer Fläche von rund 190 Quadratmetern.

Gleich neben Oldenburg befindet sich Bad Zwischenahn. Auch Westerstede soll noch in Klein aufgebaut werden.

Die Städte Leer, Norden (mit Norddeich), Aurich, Emden, Weener und Papenburg sind ebenfalls vertreten.

Drei ostfriesische Inseln – Borkum, Norderney und Juist – sind ebenfalls im Miniaturland zu sehen.

Für Erwachsene kostet der Eintritt 12 Euro, Kinder bis 14 Jahren zahlen 6 Euro. Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt. Zu dem Museum gehört auch eine 18-Loch-Minigolf-Anlage.

www.leeraner-miniaturland.de

Zunächst fing alles mit der Darstellung Ostfrieslands an. In einer anderen Halle sind unter anderem Borkum, Norderney, Leer und Papenburg zu erkunden. Die Idee, eine Miniaturanlage zu gestalten, kam dem Inhaber und Initiator Wolfgang Teske (66) zum einen durch einen Fernsehbeitrag, in dem die Region von oben zu sehen war. Zum anderen hatte er durch einen Umzug seiner Softwarefirma auf dem neuen Gelände noch reichlich Platz für das Museum. „Und dann habe ich meiner Frau gesagt, ich baue Ostfriesland von oben.“

Gesagt, getan: Mittlerweile arbeiten 15 bis 20 Leute im Miniaturland, darunter Techniker und Modellbauer. Für die Techniker, die alles am Laufen halten, gibt es immer etwas zu tun. Sobald zum Beispiel ein Zug entgleist oder ein Fahrzeug liegenbleibt, leuchtet eine Meldung im Steuerungsraum auf und sie können einschreiten, bevor mehrere Autos und Lkw in der Modelllandschaft ineinander fahren, so Teske. „Wir arbeiten ja mit Spielzeug und das ist nicht dafür ausgelegt, acht Stunden am Tag in Betrieb zu sein“, sagt Kerski. Hier und da muss auch mal ein Akku gewechselt werden. Die gesamte Anlage läuft mit einem Softwareprogramm.

Alle Hände voll zu tun haben auch die Modellbauer. „Jedes Gebäude wird möglichst genau nachgebaut“, erklärt Modellbauer Mario Knappert. Der Inhaber des Museums hat in Aurich einen Modellbaubetrieb gepachtet, der die Bauwerke anfertigt.

Zunächst wird überlegt, welche charakteristischen Ecken eines Ortes im Miniaturland widergespiegelt werden sollen. Mithilfe von eingescannten Fotos stellen die Profis in Aurich die Gebäude her. Laut Knappert fahren die Modellbauer auch mal zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen. In der Modellwerkstatt im Leeraner Miniaturland wird den Gebäuden dann Leben eingehaucht. Die Figuren, Bäume und Beleuchtungen werden vor Ort in die Schauplätze eingebaut.

Das Spannende am Job seien die individuellen Abschnitte der Anlage, berichtet der Modellbauer Knappert. Jedes Problem sei anders zu lösen, da jeder Ort seine speziellen Eigenschaften hat.

Modellzüge am Bahnhof und auf den Schienen, fahrende Postautos auf den Straßen und kleine Streifenwagen der Polizei: Der Bau Oldenburgs hat im Jahr 2015 begonnen. Seit dem 1. September 2016 können Besucher die Stadt, die immer weiter ergänzt wurde, anschauen.

Teske betont, dass sich gerade an Regentagen ein Besuch lohnt. In diesem Jahr erwartet der Inhaber bis zu 100 000 Besucher.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg