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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Feiertag: Grillen statt großes Feuerwerk

04.07.2020

Oldenburg /Long Beach Einmal im Jahr für sein Land feiern: So geht es den Deutschen am 3. Oktober, den Franzosen am 14. Juli und den Amerikanern am 4. Juli. Doch wie geht das, wenn man im Ausland ist oder aktuell eine Pandemie herrscht?

Die 21-jährige Claire McLaughlin ist US-Amerikanerin und aktuell in ihrem zweiten Austauschsemester an der Universität Oldenburg. Sie ist im kalifornischen Long Beach aufgewachsen und studiert Deutsch und Internationale Studien. Normalerweise wäre heute ein großer Tag für alle Amerikaner. 

Großer Tag

„Für meine Familie beginnt ein normaler 4. Juli damit, dass mein Bruder die amerikanische Flagge herausholt, um sie in unserem Vorgarten aufzustellen. Dann werden wir Feuerwerke in einer Nachbarstadt kaufen gehen und anschließend helfe ich meiner Mutter das Essen für den Grill zuzubereiten. Normalerweise essen wir Rippchen, Burger, Makkaroni sowie Käse, Kartoffelsalat, Krautsalat. Zum Nachtisch gibt es typischerweise Pie (Kuchen). Der Tag endet mit dem Einholen der amerikanischen Flagge, da sie nachts nicht wehen sollte“, schildert die US-Studentin den nationalen Feiertag.

In diesem Jahr sieht es jedoch anders aus. Und das liegt nicht nur daran, dass Claire McLaughlin Tausende von Kilometern von ihrer Familie in Kalifornien entfernt ist. Sie hat an diesem Tag ein Seminar an der Uni.

Des Weiteren fügt sie hinzu: „Ich fühle mich bei all dem Chaos und den Enttäuschungen dieses Jahres in Amerika überhaupt nicht patriotisch. Meine Mutter arbeitet im medizinischen Bereich, und sie ist bis zum Äußersten gestresst, und die Regierung lässt uns im Stich.“

Tag zum Nachdenken

Anstatt einer großen Party mit Feuerwerk steht für die Amerikanerin diesmal ein Grillabend mit Freunden in Oldenburg an. Woher kommt der Stimmungswandel im Bezug zum Nationfeiertag?

„Als Kind war ich patriotisch, aber jetzt, wo ich all die Probleme sehe, die die USA innerhalb und außerhalb Amerikas verursachen, schäme ich mich vor allem dafür“, so die Studentin. Der Unabhängigkeitstag sei etwas zum Feiern, aber vor allem ein Tag, an dem wir darüber nachdenken, wie wir unser Land verbessern können. Im vergangenen Jahr konnte die Studentin auch den direkten Vergleich zum deutschen Nationalfeiertag, dem Tag der deutschen Einheit, ziehen. „Mir scheint es so, als ob es etwas mehr private Feiern am 4. Juli gibt“, so die Amerikanerin. Des Weiteren sei ein Unterschied, dass viele in den USA am Nationalfeiertag arbeiten müssten.

Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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