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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ehrlich Brothers sind lieber in Oldenburg als in Las Vegas

12.01.2019

Oldenburg Es gibt viele Gewinner an diesem Tag: Die Statisten aus dem Publikum, die mit Fanartikeln belohnt werden. Das kleine Mädchen, das während einer Déjà-vu-Nummer gleich zweimal zwei Karten für eine Stadion-Show in die Hand gedrückt bekommt. Oder den Mann, der seinen Zehn-Euro-Schein erst als Fünfer, dann aber als Fünfziger zurückbekommt. Aber ebenso alle anderen Zuschauer, die auch ohne Geschenke bestens unterhalten werden.

Zweimal an einem Tag die große, bei dieser Show 5300 Zuschauer fassende EWE-Arena zu füllen – das schafft auch nicht jeder. Am Freitagnachmittag gelingt das den Ehrlich Brothers zwar nicht ganz, im hinteren Bereich bleiben doch ein paar Reihen frei. Doch für die Abendshow der Brüder sind kurz vorher allenfalls noch ein paar wenige Einzelplätze zu ergattern.

Für Künstler und Mitarbeiter, die mit 70 Leuten in vier Bussen und zwölf Trucks unterwegs sind, bedeutet die Veranstaltungsplanung ein Mammutprogramm. Schon am Samstag warten zwei Shows in Halle/Westfalen, am Tag darauf zwei Auftritte in Hannover. „Aber wir und das Team sehen das als Auszeichnung. Wir freuen uns, dass wir so gefragt sind“, sagen die beiden Magier im Gespräch mit der NWZ.

Die Brüder Andreas (40) und Chris Ehrlich (36) gehören inzwischen zu den Großen der Szene. Sie füllen nicht nur Arenen, sondern bekommen Samstagabend-Shows im TV. Bereits dreimal wurden sie vom Magischen Zirkel von Deutschland als „Magier des Jahres“ ausgezeichnet. Sogar Weltstar David Copperfield soll einst Interesse am Kauf von zwei Illusionen der Brüder gehabt haben. Sie lehnten ab. Inzwischen könnten sie selbst in Las Vegas auftreten. Statt dessen gehen sie lieber auf Tour und wohnen weiter in Westfalen, wo sie aufgewachsen sind.

Ihre Wurzeln können und wollen sie nicht vergessen. Das hört man, wenn sie im Gespräch von ihren Lieblingsgerichten erzählen, vom Rosen- und Grünkohl schwärmen, der daheim immer im Garten geerntet wurde. Oder von den Quarkplätzchen, „nach dem Rezept unserer Urgroßmutter“, wie Chris Ehrlich erzählt.

Das Familiäre ist aber auch Teil der Show. So zeigt ein kurzes Video den Vater, der mit den Brüdern zusammen an Illusionen gefeilte hatte, dann aber an Leukämie starb, wie die beiden Magier im emotionalsten Moment des Programms berichten. Ein kurzer Moment des Innehaltens, bevor beim nächsten spektakulären Trick wieder laute Sounds und grelle Lichteffekte die Halle erfüllen.

Der stete Wechsel gehört dazu. Eben noch lassen die Ehrlichs einen Monster Truck scheinbar aus dem Nichts erscheinen oder teleportieren sieben Schwiegermütter aus dem Publikum irgendwie von einem zum anderen Ende der Halle. Dann folgen wieder kleine Taschenspielereien und sie lassen Münzen durch einen Glastisch wandern oder einen Floh ins Wasser springen. Tricks, die man auch im kleinen Kreis vor zehn Zuschauern bringen könnte. Aufwendige Videotechnik macht es möglich, dass auch 5000 weitere in der Halle ganz nah dabei sind.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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