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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„Tatort“-Kommissarin schaut in Oldenburg vorbei

14.09.2017

Oldenburg Dass der „Tatort“ im deutschen Fernsehen zum Inventar zählt wie sonst nur die „Tagesschau“ und die „Sportschau“, ist kein Geheimnis – schließlich wird die beliebte Krimireihe seit dem Jahr 1970 von ARD, ORF und SRF gesendet.

Dass der „Tatort“ inzwischen auch beim Internationalen Filmfest Oldenburg zur Institution geworden ist, mag für die „Fundamentalisten“ des unabhängigen Kinos immer noch seltsam anmuten.

An diesem Donnerstag (16.30 Uhr im Kino Casablanca, Saal 1) und am Samstag (16.30 Uhr in der JVA) wird Hauptkommissarin Charlotte Lindholm alias Maria Furtwängler erstmals in diesem Format auf der Leinwand zu sehen sein – zur Weltpremiere heute ist die Schauspielerin in Oldenburg selbst angekündigt.

„Der Fall Holdt“ von Regisseurin Anne Zohra Berrached fällt dabei aus dem üblichen Genre-Rahmen des „Wer war der Täter?“. Gezeigt wird viel mehr der gleichermaßen psychische wie gesellschaftliche Abstieg von Frank Holdt, dessen bürgerliche Identität sich als Fassade entpuppt.

Doch auch mit Charlotte Lindholm geschieht Ungeheuerliches. Sie erscheint als perfekte Antithese – und gleichzeitig projiziert sie alle Ängste auf ihr Gegenüber.

Seit den frühen „Zweitausendern“ ist der Tatort mit den ermittelnden Kommissaren beim Filmfest präsent. Die Kölner Freddy Schenk (Dietmar Bär) und Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) waren hier inklusive Assistentin und Pathologen, Ulrich Tukur als Felix Murot, Wotan Wilke Möhring als Thorsten Falke sowie die beiden Berliner Ermittler Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Aljinovic) sogar mehrfach.

Zum Unikat wird der „Tatort“, wenn er – wie in Oldenburg – in der Justizvollzugsanstalt gezeigt wird. Zum zwölften Mal ist die JVA an der Cloppenburger Straße Spielstätte. Bislang profitierten Zuschauer wie Insassen und Leitung davon – und das ist nicht nur „independent“, sondern sogar „cool“.

Oliver Schulz
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2094

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