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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musik: Beim Volkslied-Konzert singt auch das Publikum

27.11.2019

Oldenburg Böse Menschen haben bekanntlich keine Lieder. Doch was singen die anderen? Zum Beispiel so etwas: „Uti var hage där växa bla bär. Kom hjärtans fröjd vill du mig nage‘, sa har du mig här!“ Was das heißt? Nun ja, zumindest klingt es gut.

Es ist ein Volkslied aus Schweden, und nach Oldenburg kommt es nicht einmal von weit hergeholt. Zum einen hat der Chor „Olaika“ zu seinem Jahresprogramm „Northern Lights“ eingeladen. Die Forumskirche St. Peter ist bei alter und neuer Vokalmusik aus Skandinavien und dem Baltikum voll besetzt. Zum anderen wird in Europa wohl kaum mehr gesungen als zwischen Vilnius, Tallin, Jyväskylä oder Östersund. Singend haben Litauen, Lettland und Estland 1991 ihre Unabhängigkeit erkämpft.

Überaus geschickt hat der aus gut 30 Sängerinnen und Sängern bestehende Chor kunstvoll geflochtene Sakralmusik, anregende Volkslieder und zeitgenössische Vokalkompositionen miteinander verbunden. Da spannt sich der Bogen von Knut Nystedt und Arvo Pärt über volkstümliche Bearbeitungen des Hamburger Musikpädagogen Wolfgang Wünsch bis zum vom Film „Wie im Himmel“ berühmten „Gabriellas Song“ von Stefan Nielsson.

Mitsingen ist zwischendurch erwünscht. Wer kennt nicht das Liedchen „Och jungfrun hon gar i dansen?“ Klar doch: Zum Tanze, da geht ein Mädel mit güldenem Band.

Bei aller Eingängigkeit gerade bei den Volksliedern: Es steckt viel Arbeitswillen und Arbeitsfreude dahinter. Der Chor erweist sich höheren Ansprüchen gewachsen. Sein Klang ist belebend hell und frisch, was auch zum kleinen Mangel führt. Das Bassfundament könnte kerniger wirken, was keine Frage der Qualität, sondern reine Mengenlehre bei den Männerstimmen ist.

Niels Erlank leitet „Olaika“ seit fast zehn Jahren. Er ist ein anspornender Dirigent mit klaren Anzeigen. Das gliedert die Werke logisch und schlägt sich in verständlicher Phrasierung, Intonation und Artikulation nieder. In Dorothee Stübe hat das Ensemble zudem einen feinen Solosopran. Ab und an treten Flöten und Gitarre hinzu. An der Orgel steuert Levan Tsautashvili zwei Teile eines g-Moll-Präludiums von Dieterich Buxtehude bei.

Wer nun partout doch wissen will, was das schwedische Volkslied eigentlich aussagt, hier ist die Übersetzung: „Draußen da wachsen Blaubeeren am Rain, komm Herzensfreund, willst du mich finden, dort sind wir allein.“ Klingt auch richtig gut.

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