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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Der Ton als Atom der Musik

21.11.2018

Oldenburg Seit mittlerweile elf Jahren organisiert der Oldenburger Komponist Friedemann Schmidt-Mechau die Konzerte des Cellisten Matthias Lorenz in Oldenburg. Nach der Reihe „Bach.heute“ in den Jahren 2008-2013, die die Cellosuiten Johann Sebastian Bachs in Verbindung mit zeitgenössischer Musik brachten, beschäftigt sich die Reihe „Alte Meister“ seit 2014 mit Meisterwerken der 1960 Jahre, zu denen jeweils eine Auftragskomposition neu geschaffen und uraufgeführt wird. Am Montag, 26. November, ab 20 Uhr findet im Wilhelm 13, Leo-Trepp-Str. 13, das nächste Konzert dieser Reihe statt.

Im Fokus des diesjährigen Programms steht der Komponist Isang Yun und seine Komposition „Glissées“ (1970) für Cello Solo. Diesem Stück ist der Gedanke der Balance zugeordnet. „Glissées“ ist der Versuch, östliche und westliche Musikkultur miteinander zu verbinden. Für die Tonhöhen benutzt Yun, wie auch Zimmermann, die Zwölftontechnik, eine zutiefst westliche Erfindung. Die Oberfläche des Stückes, das was tatsächlich zu hören ist, ist aber östlich geprägt. Der Grund dafür liegt im Umgang damit, was unter „Ton“ zu verstehen ist. Für uns ist ein Ton sozusagen das Atom dessen, aus dem Musik zusammengesetzt ist.

Für Yun ist „Ton“ immer schon etwas Zusammengesetztes. Auch ein westlicher Ton hat natürlich einen Beginn, einen Verlauf und ein Ende. Yun komponiert das aber detailliert aus.

Als Uraufführung spannt das Werk „krü“ der 1965 in Landau geborenen Komponistin Charlotte Seither den Bogen zur aktuellen Musik. Ihre Komposition geht von der Vorstellung einer gekrümmten Glissando-Figur aus, die immer wieder variiert zu einer persönlichen Narration geführt wird. Außerdem sind Werke von Petr Bakla und Friedemann Schmidt-Mechau zu hören.

Matthias Lorenz wurde 1964 in Bensheim/Bergstraße geboren. Er studierte ab 1986 Cello in Frankfurt am Main. Lorenz lebt heute in Dresden als freischaffender Cellist und spielt hauptsächlich zeitgenössische Musik. Neben die E-Musik – zu der mittlerweile Musik mit Live-Elektronik zu rechnen ist – treten dabei immer wieder andere Genres: Randbereiche der Rock- und Popmusik, Bühnenmusiken (unter anderem für das Frankfurter Ballett) und improvisierte Musik. In seinen „Alte Meister“-Konzerten moderiert Lorenz die Kompositionen und ihre Beziehungen untereinander hinsichtlich ihrer Formsprache und ihrer spieltechnischen Entwicklungen, die damit einhergehen.

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