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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Drei talentierte Solisten auf einen Streich

29.10.2019

Oldenburg Wenn ein Kammermusik-Trio als Trio-Namen die Namen der drei Solisten einfach aufzählt, hier „Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen“, dann deutet es darauf hin, dass sich nachträglich drei großartige Solisten fanden, die jeder für sich schon auf eine lange internationale Karriere zurückblicken können. Es finden sich also eine Geigerin, eine Cellistin und ein Pianist, die jeder für sich nach wie vor große Erfolge feiern, zu einem Versuch zusammen, Trio-Musik auf höchsten Niveau zu spielen, was gelingen kann, aber nicht gelingen muss.

Beim 2. Meisterkonzert im Alten Landtag, veranstaltet wie immer vom Oldenburger Kunstverein, erlebte ein staunendes Publikum Trio-Musik ohne Abstriche. Ob nur technisch bewertet, oder vom Ausdruck, von der Werkebenbürtigkeit, von der Dynamik oder dem harmonischen Zusammenspiel dreier sehr eigenständiger Künstler: der Eindruck des Ensembles war schlicht überwältigend.

Die drei Hauptwerke des Abends, Joseph Haydns Klaviertrio Nr. 48, die Phantasiestücke op. 88 von Robert Schumann und das unfassbar klangschöne Klaviertrio Nr. 1 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, gehören allesamt zu den Spitzenwerken der Gattung, glänzen durch reiche Einfälle und berückende Melodien und zeichnen sich zusätzlich auch noch durch einen pianistisch äußerst anspruchsvollen Part aus. Ein Ereignis des unvergessenen Abends war die ungewöhnlich intensive und einfühlsame, geradezu kongeniale Spielweise von Martin Helmchen am Flügel.

Marie-Elisabeth Hecker harmonierte am Cello mit der Sologeige sehr überzeugend, spielte beseelt, aus einer großen Sicherheit und Souveränität heraus. Bei aller Ebenbürtigkeit war es doch nicht zu verkennen: Der musikalische Instinkt der Geigerin Antje Weithaas prägt das unnachahmliche Zusammenspiel dreier ganz großer Musiker. Ihre Geige spielt weich, fast ohne Druck, aber immer präzise, ausdrucksvoll, aber nie überschwänglich.

Als vielumjubelte Zugabe gab es den emotionalen Höhepunkt des Abends: das Duett aus dem Schumann-Trio mit dem bezeichnenden Titel: Langsam und mit Ausdruck.

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