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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Lange Nacht – leicht gekürzt

07.06.2019

Oldenburg Aus der „Langen Nacht der Musik“ wird eine „Kleine lange Nacht der Musik“ – klein deshalb, weil das Land die Förderung um 50 Prozent reduziert hat. Ute Bommersheim vom Blauschimmel Atelier und Kuratoriumsmitglied freut sich, mit ihrem Team trotz der Kürzung ein ansprechendes Programm auf die Beine gestellt zu haben, das am Samstag, 15. Juni, die Freunde moderner Musik in die Peterstraße locken soll – 7000 waren es im vergangenen Jahr.

An 14 verschiedenen Orten von der Friedenskirche bis zur Garnisonkirche wollen die im Netzwerk Klangpol vereinigten Partner die Peterstraße ab 19 Uhr zum Klingen bringen. Großen Anteil daran haben auch die Besucher. So beginnt um 22 Uhr in der Garnisonkirche beispielsweise das Projekt „Paragraph 7 aus The Great Learning“ mit einer Textzeile aus dem Werk des chinesischen Philosophen Konfuzius. „Jeder kann mitmachen, einen Ton mit seiner Stimme erzeugen, an dem die anderen dann teilhaben“, erklärt Aint Hofmann vom Institut der Musik der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg. „Man muss nicht singen können, jeder denkt sich einen Ton aus“, freut sich Hofmann auf die Veranstaltung und den großen Klangteppich, der sich in der Kirche ausbreiten wird – „ein tolles Gruppenerlebnis“. Pünktliches Erscheinen um 22 Uhr ist für die Teilnahme an dieser „meditativen magischen Atmosphäre“ erwünscht.

Für die Freunde der traditionellen und klassischen Musik ist das wohl eher nichts, möglicherweise kommen die aber im Veranstaltungssaal des PFL auf ihre Kosten, wo ab 19.15 Uhr unter dem Titel „Klavier plus“ Werke von Luigi Nono und Marco Stroppa zu hören sind. Ab 20.45 Uhr tritt dort ein Duo Flöte/Klavier mit Stücken von Brigitta Muntenforf, Beat Furrer und Younghi Pagh-Paan auf.

Eine kalkulierte Anordnung von Klangbildern liefert Karl-Ernst Went, ebenfalls von der Uni Oldenburg, in der Friedenskirche. Dabei inspirieren ihn Ideen des Laienpredigers Gerhard Tersteegen (1697 bis 1769) der unter anderem Schriften katholischer Mystiker, wie Teresa von Ávila, übersetzte.

Bommersheim hofft, durch das breite Angebot viele Kinder und Jugendliche in das Programm einbeziehen zu können. „Der Altersschnitt unsere Besucher ist hoch. Die Veranstaltung droht anderenfalls auszusterben“, blickt sie sorgenvoll in die Zukunft. Maßgeblichen Anteil daran, den Altersschnitt zu senken, hat Axel Fries vom Schlagwerk Nordwest. Er wird ohne Notenschriften arbeiten und die jungen Leute zum Nachspielen vorgespielter Musik animieren. In der Peterkirche erklingt Himmelsmusik mit leisen Tönen. Beteiligt sind Musikschüler und Studenten.

„Der Charakter mit Kurz-Konzerten, Performances, Angeboten von und für Kinder, akustischer wie elektronischer Musik, verbunden mit dem Flanieren und Erkunden von unbekannten Räumen entlang der Peterstraße sowie mit Raum für Gespräche bis hin zum kleinen Angebot für das leibliche Wohl trägt wesentlich zum Erfolg der Langen Nacht der Musik bei“, heißt es bei Klangpol. Die Gäste sollen über die Klangmeile flanieren. Das abwechslungsreiche Programm macht den Reiz der Veranstaltung aus, sagt Bommersheim. Der Eintritt zu allen Orten ist frei. Der Besucher bestimmt, wie lange er bleiben möchte.

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     www.klangpol.de 
Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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