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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musik: Komponieren am Fließband

11.08.2018

Oldenburg Wer ein Lied schreibt, feilt gewöhnlich lange und ausdauernd daran. Dafür hatte der Oldenburger Jürgen Fastje keine Zeit. Denn sein Ziel war ein anderes: 365 Lieder. In 365 Tagen. Ein Jahr lang also wollte er jeden Tag einen neuen Song veröffentlichen. Ein kreative Herkulesaufgabe.

An Neujahr dieses Jahres hat Fastje sein Projekt „365 – jeden Tag ein neuer Song“ gestartet. Die Idee sei ihm in der Nacht von Silvester auf Neujahr gekommen, denn es gäbe so viele Lieder über Weihnachten und Ostern aber nicht zum Jahreswechsel. Warum also nicht selbst eines schreiben? Und zu den vielen anderen Themen, die einem über das Jahr begegnen?

Gesagt, getan. Mit einem Tablet-Computer, einem einfachen Schnittprogramm und einem Mikrovorverstärker ausgestattet fiel es Fastje aus technischer Sicht kinderleicht, seine Musikvideos aufzunehmen und täglich auf der Videoplattform Youtube hochzuladen. Sein Lied „Bei Wilke“ zeigt, wie der 55-jährige sich bei der eigentlichen Schwierigkeit, nämlich dem finden von Ideen, auch vom Oldenburger Alltag inspirieren ließ.

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„An dem Tag war ich mit meiner Frau auf dem Wochenmarkt beim Pferdemarkt. Wilke ist quasi unser Nachbar. Und an seinem Stand sind die Erdbeeren so gut“, erzählt Fastje. Morgens um 10 Uhr hätte Wilke ihn direkt gefragt, ob er denn schon sein Lied für den Tag geschrieben hätte. Nachdem Jürgen dann wieder Zuhause war, brauchte er nur 15 Minuten für das Komponieren.

Wilke sei ein typischer Gemüsehändler, fasst Fastje den Inhalt zusammen. Dort würde man gern hingehen, wenn es einem mal nicht so gut ginge. Der Händler hätte immer einen tröstlichen Schnack parat. Und genau das mag Fastje so an ihm. „Wilke war ganz hin und weg als er mitbekommen hat, dass mein neustes Lied über ihn ist. Am nächsten Tag stand er vor unserer Haustür mit einer riesen Schachtel voller Blaubeeren als Dankeschön“, erinnert sich der Musiker an die freundliche Geste.

Es lief also eigentlich gut. Doch nach einem halben Jahr beendete Fastje sein Musikprojekt. Ein Blick ins Guinnessbuch der Rekorde ließ ihn realisieren, dass er nicht der einzige mit so einer Idee war. „Es gab da Leute, die das über 2000 Tage durchgezogen haben. Auf einmal fehlte mir der Reiz.

Das Besondere daran war weg“, erklärt Fastje den Sinneswandel. Es sei ein guter Zeitpunkt zum Aufhören gewesen, sein Enkelsohn sei am 30. Juni zur Welt gekommen. Für Fastje ein hervorragender Anlass, nach sechs Monaten aufzuhören. In Zukunft möchte er auf seinem Youtube-Kanal zwar weiter Lieder hochladen – aber nicht mehr täglich.


 Alle Videos finden Sie unter     www.bit.ly/nwz-fastje 
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