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Aktualisiert vor 5 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musik von vorne und Wasser von unten

07.09.2017

Oldenburg Dass Rockfestivals viel mit Wasser zu tun haben, haben die Fans zuletzt in Scheeßel zu spüren bekommen – und manche sollen es sogar ein bisschen genossen haben. Es ist sicher Geschmackssache, wenn man seinen Lieblingsbands im norddeutschen Sommer in pitschnassen Klamotten lauschen muss. Dagegen muss man sich Musik von vorne und Wasser von unten bei karibischen Temperaturen ziemlich angenehm vorstellen, wenn drei Oldenburger von ihren Touren mit dem „Rock Boat“ schwärmen.

„Wenn man es einmal erlebt hat, ist man für immer infiziert“, verrät Jürgen Boese. Der 35-jährige Kulturreferent der Uni, den viele aus dem Studententheater Unikum oder aus der Impro-Truppe „12 Meter Hase“ kennen, hat 2006 zum ersten Mal teilgenommen und konnte seither nicht mehr loslassen. „Die Mischung ist faszinierend. Ich kenne nichts Vergleichbares.“

Hinter dem Veranstaltungsformat „The Rock Boat“ verbirgt sich seit dem Jahr 2001 eine fünftägige Kreuzfahrt im Golf von Mexiko mit bis zu 40 Live-Bands an Bord. Was sich durchaus erlesen anhört, hat vor allem Musikfreunde im Sinn, die das Außergewöhnliche suchen und dabei Urlaub und Leidenschaft mit einander verbinden wollen.

„Viele von denen, die ich seither an Bord kennengelernt habe, sind regelmäßig dabei“, stellt Boese fest. „Das ist nichts Elitäres oder Abgehobenes oder Schicki-Micki. Ich zum Beispiel spare übers Jahr dafür und habe mit meiner Begeisterung schon einige Freunde angesteckt.“

So auch Lisa Beyer und Markus Kiefer. Die 32-jährige Diplom-Pädagogin und der 47-jährige Mediengestalter kamen erst später dazu, brennen aber mittlerweile genauso für ihre Leidenschaft. „Seit wir 2012 zum ersten Mal gemeinsam an Bord waren, planen wir am Tag nach dem Event schon die nächste Tour“, sagt begeistert Lisa Beyer, die ansonsten als Frühfördertherapeutin arbeitet. Ende Januar 2018 sticht das „Rock Boat“ diesmal von New Orleans aus nach Mexiko für fünf Tage in See.

Über die lange, intensive Zeit sind nicht nur viele Kontakte zu Rockfans aus der ganzen Welt entstanden, sondern auch zu Bands und einzelnen Musikern. „Es bleibt gar nicht aus, wenn man mit 2500 Leuten auf vergleichsweise engem Raum zusammenlebt“, meint Markus Kiefer. „Es kann ja niemand flüchten. Also begegnet man sich immer wieder abseits der Bühne mal beim Essen, an der Theke oder auf einem der zahllosen Gänge im Schiffsbauch.“ Wenn die Chemie stimmt zwischen Musikern und Gästen, kann es durchaus zu spontanen Konzerten und Jamsessions in der Kabine kommen. „Alles schon erlebt“, erinnert sich Jürgen Boese mit Freude.

Bei der texanischen Band „The Rocketboys“ wurde aus Nähe echte Freundschaft. „Wir waren uns alle schnell sympathisch“, erzählt Lisa Beyer. „Das hat zu einem Privatbesuch bei den Musikern in Austin geführt. Dabei haben wir sie eingeladen, doch auch mal nach Europa zu kommen, um uns hier zu besuchen.“

Und aus der spontanen Idee wird Realität: Sänger und Gitarrist Brandon Kinder und Keyboarder Justin Wiseman kommen als Duo demnächst zu zehn Konzerten nach Deutschland, darunter am 20. September in der „Flänzburch“ am Friedensplatz. Markus Kiefer schwärmt: „Das ist für uns ein echter Glücksfall für Oldenburg.“


     www.therockboat.com 
Oliver Schulz Redakteur / Politikredaktion
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