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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musik: Von einer, die auszog das Scheitern zu lernen

15.04.2019

Oldenburg Es könnte Hagar Sharvit (32) durchaus passieren, dass ein Besucher ihres Liederabends im Kleinen Haus sie vorher oder hinterher diskret zur Seite nimmt. Was könnte er sie fragen? Natürlich: „Musstest du uns das antun, 2018 Oldenburg den Rücken zu kehren?“ In der Tat, dazu möchte man ja nun wirklich etwas vom einstigen Publikumsliebling hören!

Jetzt kehrt die israelische Mezzosopranistin am Donnerstag (18. April, 20 Uhr) also mit ihrem Klavierbegleiter Daniel Gerzenberg zurück und singt Ravel, Rachmaninow und Mahler. Doch was könnte sie ihren Fans über die Musik hinaus sagen? Eine ganze Menge.

„Manchmal muss man das Angenehme verlassen, um seinen Weg zu verfolgen“, sagt die Sängerin mit ihrer Mischung aus Charme und Überzeugungskraft. So hat sie sich für eine freischaffende Laufbahn entschieden: „Da kann ich mich noch mehr auf meine Leidenschaft konzentrieren, Konzerte zu geben. Und ich kann etwas ablehnen, wenn es sich nicht gut anfühlt.“

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Oldenburg hat ihr den Weg leicht und schwer zugleich gemacht. Am Staatstheater trat sie 2014 ihr erstes festes Engagement an. „Unsagbar stolz“ sei sie, ein Teil dieses fantastischen Hauses gewesen zu sein: „Die Leitung vertraut ihren Künstlerinnen und Künstlern und steht hinter ihnen. Von ungefähr kommt das unglaublich hohe Niveau des Ensembles ja nicht.“ Ihren Wohnsitz hat sie jetzt in Berlin, „aber Oldenburg bleibt immer ein magischer Ort für mich.“ Neben ihren Opernrollen konnte sie sich dem Liedgesang widmen. Mehrere erste und andere Preise hat sie in hochrangigen internationalen Wettbewerben gewonnen. Oldenburg erkannte ihr die intern höchste Auszeichnung zu: den Erna-Schlüter-Preis.

Die hohe Wertschätzung im eigenen Haus hat Hagar Sharvit enorm getragen. Aber sie hat bei allem Wagemut immer versucht, sich vom beflügelnden Schwung nicht über gefährliche Grenzen ziehen zu lassen, in Rollen, die junge Sängerinnen noch überfordern. „Da muss man höllisch aufpassen. In die Festigung und Verfeinerung meiner Stimme investiere ich noch viel, ich halte ständig Kontakt mit meinen Gesangs- und Stimmlehrern“, erzählt sie. Für ihre Stimmlage kommt sie ja gerade erst ins beste Alter.

Unsteter ist ihr Leben natürlich geworden. Im Februar hat sie in den USA gesungen, an der auf Barock und Klassik spezialisierten Opera Lafayette in Washington DC und New York die Zenobia in Händels „Radamisto“. Für ihr Gastspiel in Oldenburg reist sie aus Israel an.

Riskanter könnte ihr Leben bei allen neuen Freiheiten aber auch werden. „Für mich ist es ein Teil des Lebens, auch mal zu scheitern“, baut sie innerlich vor. „Es ist normal, auch Kritik und Ablehnung zu erfahren, es ist ein auf angenehme und unangenehme Art entblößender Job.“

Wie feit man sich dagegen? „Was einen wirklich schützen kann, ist die eigene starke Überzeugung, dass Singen das ist, was du tun musst“, sagt sie. „Das steckt in einem, das kommt nicht von außen.“  Karten für den Liederabend am Donnerstag, 18. April, 20 Uhr, im Kleine Haus gibt es im Staatstheater unter Telefon  2225111 im Netz über:


     tickets.staatstheater.de 
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