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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musikreihe: Mit Wagemut zu einem dreifachen Gewinn

17.08.2020

Oldenburg Manche mögen ja derzeit das Leben als Minusgeschäft verbuchen. Doch es gibt Entwicklungen, die münden in eine Win-Win-Situation - und das nicht in der Economy-Version, sondern in der gesteigerten: Win-Win-Win!

Der Oldenburger Kunstverein (OKV) hat dieses Kunststück geschafft. Er lässt seine traditionsreiche Reihe der Meisterkonzerte nicht sang- und klanglos und mit dem Verweis auf 2021 auslaufen. Im Alten Landtag kontert er dreifach positiv mit einem Mini-Abo: Drei Konzerte, jedes mit verkürztem Programm, immer zweimal gespielt. „Der Testlauf mit dem Schumann-Quartett im Juli hat alle überzeugt“, sagen Almut und Werner Geidel, die mit dem Musikausschuss des Vereins die Reihe organisieren.

Beim Doppelkonzert im Juli mit Werken von Wolf, Haydn und Beethoven fiel die allgemeine Nervosität rasch ab und der dreifache Gewinn wurde offenkundig. Musiker, Publikum und Veranstalter standen zweimal 65 Minuten später gleichermaßen auf der Habenseite: Die drei Schumann-Brüder Eric, Ken und Mark sowie ihre Bratscherin Liisa Randalu genossen neben der Gage das unersetzbare Fluidum des Live-Auftritts. Die Hörerinnen und Hörer waren geradezu überrumpelt von der unübertreffbaren Direktheit des Klanges. Und die Veranstalter hatten ein enormes Gewicht zur Hochstrecke gebracht; denn auch die finanzielle Rechnung ging auf.

Das Risiko ist nicht klein. Immerhin muss sich die Musiksparte im OKV selbst tragen, es gibt keine Querfinanzierung mit der Kunstsparte. „Bei sonst gut 250 Besuchern im Schnitt bei den normalen Meisterkonzerten kommen wir hin“, erläutert Wolf Geidel. Vorerst werden aber nur 140 zusammen in den beiden Tageskonzerten gezählt. „Da kann man schon etwas unruhig schlafen“, räumen die beiden ein.

„Aber wir haben die Euphorie des Anfangs direkt aufgenommen“, bekunden sie. „Es gab wahnsinnig gute Rückmeldungen.“ Aus diesem Schwung heraus ist ein attraktives Programm entstanden. Florian Donderer, Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, spielt am 28. August (Freitag, 17 und 20 Uhr) Solowerke für die Violine von Prokofjew, Telemann und Bach (Partita d-Moll). Der Cellist Julian Steckel und der Pianist Paul Rivinus folgen am 9. Oktober (Freitag) mit Beethoven, Schumann und Brahms. Das aktuell sehr angesagte junge Eliot-Quartett führt am 18. November (einem Mittwoch) Mendelssohn und Beethoven (cis-Moll-Quartett op. 131) ins Feld.

Die Tickets gibt es natürlich noch nicht ohne Beipackzettel. Doch die Risiken und Nebenwirkungen verbreiten keine Angst.

Der Saal ist mit seinen beiden getrennten Aufgängen und den variablen Sitzaufteilungen bestens geeignet. Und wer den Gedankenaustausch in einer Pause vermisst, der verlängert den persönlichen Genuss hinterher am Treffpunkt Getränkestand im Freien.

Restkarten sind zu erhalten beim Oldenburger Kunstverein, bei der Buchhandlung Libretto und bei Nordwest-Ticket, keine Abendkasse.

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