• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musikszene In Oldenburg: Hip-Hop auf die deutsch-russische Art

28.09.2019

Oldenburg Deutschland trifft Russland, ganz musikalisch, mitten in Oldenburg: Als der 24-jährige Anton Büsing und der 26-jährige Andreas Reichert noch in der Schule waren, haben sie bereits angefangen, zusammen Musik zu machen. Beide haben einen russischen Hintergrund. Anton zog vor vielen Jahren aus Kaliningrad mit seinen Eltern nach Oldenburg. Andreas kam, als er noch klein war, mit seiner Familie aus Kasachstan in die Stadt. Heute sind die beiden Studenten. Neben dem Studium arbeiten sie an einer Karriere als Rapper und Hip-Hop-Musiker.

„Ich habe schon in Russland angefangen, Gitarre zu spielen“, berichtet Büsing von seiner Musikerfahrung. „Andreas und ich haben dann schnell herausgefunden, dass Rap und Hip-Hop uns miteinander verbindet. Von Anfang an haben wir denselben Musikgeschmack gehaben.“

Das erzählt er nicht nur als Musiker, sondern auch als Gründer der „Nu, Pogodi Kompanie“. Der Name ihrer Rap- und Hip-Hop-Gruppe heißt auf Deutsch in etwa „Pass auf!“ oder „Warte ab!“ In Russland ist „Nu pogodi“ der Name einer Kinderserie mit einem Wolf und einem Hasen, die dort jedes Kind kennt. „Uns hat diese Serie seit der Kindheit begleitet, so dass wir uns mit diesen Charakteren auch identifizieren können“ – sagt Reichert.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Name passt auch in Deutschland, da die beiden Musiker in ihren Liedern auf eine Mischung aus russischen und deutschen Texten setzen. „In der deutschen Hip-Hop- und Rap-Kultur gibt es heutzutage viele südländische Künstler, aber relativ wenige mit russischem Hintergrund“, sagt Büsing. Dabei gibt es ein Publikum dafür, denn Rap ist in Deutschland sehr populär und es gibt in Deutschland auch viele Menschen mit russischen Wurzeln. „Daher achten wir in unseren Texten auf eine gute deutsch-russische Mischung.“

Die „Nu, Pogodi Kompanie“ besteht übrigens insgesamt aus einem Team von fünf Personen: Büsing und Reichert komponieren die Rap-Texte. Mit dabei sind ihre Freunde Alexander Gottfried (22) und Marko Stawikowski (25), zuständig für Grafik und Design, sowie Daniel Hein (22) als DJ. Gemeinsam haben sie im März dieses Jahres ihr erstes Lied produziert und im vergangenen halben Jahr bereits sechs weitere Projekte rausgebracht sowie erste Auftritte absolviert.

In den Liedern geht es meist darum, was die jungen Männer selbst erleben und empfinden. „Wir erzählen den Menschen unsere Geschichte. Man schreibt darüber, was man fühlt. Größtenteils sind die Lieder auch darauf bezogen, wie man mit zwei Kulturen großgezogen wurde“, sagt Reichert. „Hier bin ich zum Beispiel aufgewachsen. Aber man ist dennoch von einer anderen Kultur beeinflusst durch die Eltern, die vor vielen Jahren mit zwei kleinen Kindern ein komplett neues Leben angefangen haben.“

Um bekannter zu werden, nutzt die Gruppe die Möglichkeiten der sozialen Medien. Bei Instagram sind sie sehr aktiv und ihre Lieder kann man auch bei Spotify, Youtube, Apple-Musik und anderen Plattformen finden. Beim Musikanbieter Spotify gab es immerhin 50 000 Zugriffe in den vergangenen fünf Monaten. In Zukunft plant die „Nu, Pogodi Kompanie“, mehr Auftritte zu organisieren, nach Möglichkeit auch auf dem nächsten Oldenburger Stadtfest. Als langfristige Perspektive denken die Musiker auch an ein eigenes Musiklabel.

Sie sind überzeugt, dass ihr deutsch-russischer Mix funktioniert und dass er helfen kann, die Grenzen zwischen Kulturen und Nationalitäten zu überwinden. Büsing: „Eine Textzeile mal auf Russisch, mal auf Deutsch – damit möchten wir zeigen, dass es in der Musik keine Barrieren gibt.“


  Den Youtube-Kanal finden Sie unter:   www.bit.ly/nwz-npk 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.