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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Volkslied mit Jazz und Rock – perfekte Komposition

05.07.2019

Oldenburg Murmeln im Saal. Doch, doch, die Zuhörer in der Aula der Universität kennen die guten alten Volkslieder „Muss i denn“ und „Die Gedanken sind frei“. Da hat der 32-jährige Komponist Patrick Egge schon halb gewonnen. Die andere Hälfte steuert er dann mit seinem Werk „Muss ich?“ bei, in dem er sie verarbeitet.

Es ist das Siegerwerk im 18. Internationalen Carl-von-Ossietzky-Kompositionswettbewerb. Die Jury hat es längst überzeugt. Nun bei der Preisverleihung zieht es auch die unbefangenen Hörer in seinen Bann.

Musik für Bläserensemble und Schlagwerk war gefordert. Authentische Volksmelodik sollte sich mit Jazz- und Rockelementen verbinden. Und: Für eine weitere Verbreitung musste der „Schwierigkeitsgrad angemessen“ sein. „Von dem Wettbewerb hatte ich noch nichts gehört“, gibt Egge lachend zu. Er ist im Internet darauf gestoßen. „Das passt ideal zu meinen Vorstellungen und Ambitionen“, befand der Musiklehrer, Arrangeur und Dozent aus Baden-Württemberg. Jetzt kennt Egge die Uni Oldenburg, und die Oldenburger kennen Egge.

Seit 1994 gibt es diesen Wettbewerb, erläutert Juror Christoph Keller. Er befindet zusammen mit Kompositions-Professorin Violeta Dinescu, Axel Fries, Michael Searby und Peter Vollhardt über die Qualität der eingereichten Werke. 18 waren es diesmal, ein guter Wert in Anbetracht der großen Besetzung. „Bei Klavier hatten wir sogar mal 250“, fügt Keller an.

Wer verfolgt hat, dass das Preisgeld von Anfang an nicht üppig ausgefallen und eigentlich immer gleich geblieben ist, muss über das Echo staunen. Die Oldenburger haben über den Wettbewerb vor allem ein Repertoire für ein gutes studentisches Niveau ausgebaut. „Wir haben uns da auch international einen guten Ruf erworben“, meint Dinescu.

1000 Euro beträgt Egges Sieger-Preisgeld. 700 Euro gehen an den Zweiten, den Österreicher Otto Wanke, für „shattered mirrors.“ 500 Euro erhält Rudolf Hoffmann aus Österreich als Dritter für „Die Leineweber.“

Mit dem Förderpreis (300 Euro) wird der 19 Jahre alte Russe Mikhail Safronov für „Auld lang syne“ bedacht. Ins Repertoire werden aufgenommen: „Mystic Rachel“ von Hauke Pieper (Deutschland), „Cantare“ von Janne Laine (Finnland) und „Postcards from Europe“ von Rodriga Baggio (Brasilien). „Song Book“ von Johannes Schachtner (Deutschland) wird mit einer Auszeichnung gewürdigt.

In diesem Jahr laufen noch die Bewerbungen für Orgel-Solowerke. 2020 ist der Ossietzky-Preis für Klavier und Orchester ausgeschrieben.

Das an der Uni ansässige Ensemble Europäische Blasmusik ist ein engagierter und kundiger Präsentator von Egges Werk (und noch einigen anderen). Peter Vollhardt leitet es seit gut 20 Jahren und hält es trotz der studienbedingten Besetzungswechsel auf einem beachtlichen Niveau. „Muss ich?“ gewinnt nach feierlicher Einleitung mit jazziger Harmonik und rockigem Drive an Fahrt.

Der Tuba fällt eine getragene Überleitung zu. Am Ende ringen die Lieder in einer Fuge miteinander. Die Trompete schleudert in höchster Tonlage schließlich das wichtigste Wort des gedachten Textes heraus: Frei! Das ist dann mehr als ein rein musikalisches Bekenntnis.

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