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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ab wann ist man eigentlich alt?

14.10.2017

Oldenburg Ab wann ist man eigentlich alt? Die Antwort darauf hat sich gewandelt. War früher der „Ruhestand“ als solcher zu verstehen, begibt man sich heute auf Weltreise oder gönnt sich andere Annehmlichkeiten. Warum also nicht auch noch mal eine neue Liebe finden?

Im Stück „…un denn de Heven vull von Geigen“, das am 15. Oktober seine Uraufführung im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters feiert, schickt Autor und Regisseur Marc Becker sechs Senioren zu einem Speeddating. Drei Männer und drei Frauen versuchen bei dieser rasanten Kontaktbörse einen neuen Partner oder eine neue Partnerin zu finden. Zunächst werden sie von einem Moderatorenteam in die Tücken des Flirtens eingewiesen. Und für den Fall, dass man mal nicht weiter weiß, liegt auf jedem Tisch eine Themenkarte, die für neue Impulse in der Unterhaltung sorgen soll.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und alle bringen sie gewisse Unsicherheiten und Probleme mit. Da gibt es den ehemaligen Polizisten, der versucht, in jede noch so kleine Miene und Geste etwas hineinzudeuten. Oder die ehemalige Verkäuferin in einer Zoohandlung, die immer alle Männer mit verschiedenen Tieren vergleicht. Die sechs Protagonisten sind charmant, aber irgendwie auch sonderbar. Viele Missverständnisse sind da vorprogrammiert. Es werden aber auch philosophische Fragen diskutiert: War der glücklichste Moment meines Lebens die Geburt meiner Kinder? Wenn ja, dann ist der glücklichste Moment schon vorbei und besser kann es also nicht mehr werden. „Da geht es schon sehr tief in Sinnfragen des Lebens. In Kombination mit der Suche nach einem neuen Partner, was ja sehr zukunftsgerichtet ist, wird das Ganze dann spannend, schön und berührend zugleich“, beschreibt Dramaturgin Sarit Streicher den ernsteren Teil des Stückes. „Was mir besonders gut gefällt, ist die Kombination aus dem Witz und dem Humor und gleichzeitig einer gewissen Tiefe.“

Marc Becker, der auch die Regie übernommen hat, hat das Stück eigens für die Niederdeutsche Bühne des Staatstheaters geschrieben. „Das passt natürlich wunderbar in unsere Sparte“, erklärt Streicher mit einem Lachen. „Ein normales Schauspielhaus könnte sechs Senioren wahrscheinlich gar nicht besetzen.“ Trotzdem geht sie davon aus, dass das Stück etwas für jeden, ob jung oder alt, ist. „Man sitzt als Zuschauer da und denkt auch über sein eigenes Leben nach, wenn die Senioren sagen: Ich habe immer darüber nachgedacht, ob ich genug leiste. Aber das hätte ich gar nicht machen sollen.“ Das seien Fragen und Gedanken, die über Generationen hinweg bewegten.

Das Bühnenbild von Sandra Münchow ist als Café gestaltet. Eine Drehscheibe wird genutzt, um Gespräche in den Mittelpunkt zu rücken. Aber auch andere Elemente wie eine Bar oder das altmodische Telefon mit Wählscheibe auf dem Cafétisch werden eingebaut.

Die Rollen der Moderatoren übernehmen Leonie Grote und Pascal Oetjegerdes. Als Teilnehmer des Speeddatings sind Margit Backhus, Marion Horst, Inge Misegerdes-Kroll, Heinz-Dieter Grein, Jürgen Müller und Gert Prahm zu sehen. Das Stück feiert Premiere und Uraufführung an diesem Sonntag ab 18.30 Uhr im Kleinen Haus. Es gibt noch Karten.

Weitere Vorstellungen folgen z.B. am 20. Oktober und am 4. November jeweils ab 20 Uhr. Aufführungen gibt es noch bis Ende Dezember.

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