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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Eindrucksvolles Groove-Erlebnis

27.03.2018

Oldenburg /Nordenham Einen in Nordenham eher ungewöhnlichen, aber in jeder Hinsicht lohnenswerten Musikabend erlebten am Freitag rund 60 Besucher in der Jahnhalle. Die von der langjährigen Oldenburgerin Al-Yasha Anderson (Gesang, Gitarre), Yeti Mansena (Keyboards), Mathias Büsseler (Schlagzeug) und Mathias Klenke (Bass) präsentierten Songs lassen sich so gar nicht einem klassischen Musikgenre zuordnen. Mal erinnern sie an Soul, dann wieder an Jazz, Blues oder Funk. Und auch Elemente aus der Pop- und Rockmusik finden sich in den Stücken mit dem durchweg rhythmisch akzentuierten Groove und einem hohen Maß an Improvisation wieder.

Die US-amerikanische Singer-Songwriterin Al-Yasha Anderson zeichnet sich dabei durch eine äußerst ausdrucksvolle und absolut authentisch wirkende Soulstimme aus, die auch bei den hohen Tönen nicht schwächelt und den verschiedensten Melodien durchweg eine ganz persönliche Note verleiht. Manche fühlen sich da an Jazzgrößen wie Sarah Vaughn oder Ella Fitzgerald erinnert, andere an Joni Mitchell oder die Soul-Legende Aretha Franklin.

Prima Stimmung

Die charismatische Musikerin versteht es zudem, bei ihren Auftritten mit Leichtigkeit für Stimmung zu sorgen, wenn sie ihre Zuhörer etwa zum Mitklatschen oder Mitschnippen und sogar zum Mittanzen animiert. Mit einer professionellen Selbstverständlichkeit verlässt sie die Bühne, um sich aus den Publikumsreihen ihre Tanzpartner herauszusuchen.

Al-Yasha Anderson, die 20 Jahre in Oldenburg gelebt hat, ist schon mit international bekannten Größen wie Joe Cocker, Dr. John, Lee Konitz, Axel Zwingenberger, Helmut Lotti, Inga Rumpf, Roger Cicero oder Helene Fischer aufgetreten, hat in Musicals wie der „Der König der Löwen“, „Buddy Holly Story“ „Sister Act“ und „Oh Happy Day“ mitgewirkt. Am Freitag präsentierte die gebürtige New Yorkerin ihrem Publikum einen Mix aus selbst geschriebenen Songs, die sie mit Yeti Mansena konzipiert hat, und kunstvoll arrangierten Coverstücken wie „Die Tänzerin“ (Ulla Meinecke, 1983), „Give Me One Reason“ (Tracy Chapman, 1995) oder als Zugabe „Marmor Stein und Eisen bricht“ (Drafi Deutscher, 1965).

Ihre eigenen Songs handeln oft von Beziehungen und der Liebe wie das eher ruhige „Passionate Embrace“. Aber es gibt auch Stücke, in denen es richtig fetzig wird, wenn die Trump-Gegnerin beispielsweise ihre Kritik an den polizeilichen Übergriffen gegenüber Schwarzen musikalisch zum Ausdruck bringt und immer wieder das beherrschende „Don’t Shut“ unter dem Titel „Black Lives Matter“ singt.

Gemeinsam mit Yeti, den die seit mehreren Jahrzehnten kennt, hat Al-Yasha Anderson jede Menge Songs konzipiert. Die beiden haben bereits vor Jahren gemeinsam eine CD herausgebracht und sind seit langem ein eingespieltes Team. „Wir fanden uns direkt sympathisch“, erinnert sich die Sängerin, die auch selbst Gitarre spielt, wenn sie die zusammen entwickelten Stücke wie „Going Crazy“ oder „You’re All I Dream Of“ ankündigt.

Viel Applaus

Viel Applaus erhielten aber auch immer wieder Yeti und die „M & M’s“ – das sind die Bremer Musiker Mathias Büsseler und Mathias Klenke für ihre bestens gelungenen Instrumentaleinlagen.

„Einfach richtig tolle Musik. Das ist mal was ganz anderes. Schade, dass nur so wenige gekommen sind“, meinte da nicht nur Besucher Albert Mumme.

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