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Aktualisiert vor 7 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Singen für die Völkerverständigung

21.10.2019

Oldenburg Vier Konzerte in zehn Tagen in den Städten Thorn, Posen, Breslau und Görlitz, darunter drei Uraufführungen, der Austausch mit polnischen Chören und die Begegnung mit Komponisten der Gegenwart: Nicht nur unter musikalischen Aspekten hat der Oldenburger Kammerchor eine intensive Konzertreise erlebt.

Unter dem Leitwort „Pokój – Frieden – Pax“ hatte Chorleiter Johannes von Hoff ein Programm mit Chorwerken zusammengestellt, in denen die Sehnsucht nach Friedens in unterschiedlichen Facetten vertont ist. Eine seiner zentralen Intentionen dabei: Den Einmarsch der deutschen Armee unter der Naziherrschaft ins Nachbarland mit seinen schrecklichen Kriegsfolgen vor genau 80 Jahren in Erinnerung zu rufen und der Opfer zu gedenken. Von Hoffs Anfrage bei zeitgenössischen jungen Komponisten in Polen nach neuen Chorwerken stieß dabei wortwörtlich auf Wohlklang.

Jakub Neske (geb. 1987), Andrzej Bielerzewski (*1937) und Katarzyna Danel (*1992) haben den Oldenburger Sängerinnen und Sängern Chorstücke geschrieben, die sich ganz unterschiedlicher neuer Tonsprachen unter Zitierung auch traditioneller kontrapunktischer Verfahren bedienen, dabei aber immer klanglich ansprechend bleiben. Jakub Neske, gleich bei zwei Konzerten anwesend, um sein mit popularmusikalischen Elementen bestücktes Auftragswerk „The Prayer of Saint Francis“ in der Uraufführung zu erleben, schätzt beim Oldenburger Kammerchor neben dem besonderen warmen und homogenen Klang die Leidenschaft, „the passion“, mit der sich das Ensemble der Musik annimmt. Kein Wunder, dass Neske diese Qualität erkennt: „Ich komme von der Rockmusik und wollte Rockstar werden“, sagt er im Interview, als Jugendlicher hörte er mit Vorliebe Queen und Metallica.

Die junge polnische Komponistin Katarzyna Danel dagegen sieht als ihr großes musikalisches Vorbild den Pianisten, Komponisten und polnischen Politiker Ignaca-Jan Paderewski (1840-1941). Ihre eigenen Werke seien, so erklärt sie, bewusst tonal gehalten, dabei geprägt von eigenen Skalen. Ihr vom Oldenburger Kammerchor uraufgeführtes „Da Pacem, Domine“ versprüht impressionistische Klänge und erinnert an die Klangsprache Messiaens.

In Thorn und Posen – zwei Städte, die mit ihrer Architektur Geschichte schreiben und von den Chormitgliedern auch touristisch erkundet wurden – gab es Begegnungen mit dort ansässigen Chören. Vor allem der Kammerchor der Musikhochschule Posen, bestehend aus Musikstudenten, glänzte stimmlich und musikalisch-interpretatorisch mit einer Reihe zeitgenössischer polnischer Chorkompositionen.

In Ergänzung dazu sangen die Oldenburger einen Teil ihres Programmes (u.a. auch Werke von Schütz und Mendelssohn). Besonders bewegend das von Rudolf Mauersberger (1889-1971) an Dresdens Zerstörung erinnernde „Wie liegt die Stadt so wüst“. In dem dann gemeinsam mit den Gastgebern vorgetragenen hochromantischen „Nachtlied“ von Max Reger (1873-1916) und einem polnischen Wiegenlied fand das Konzert einen hochemotionalen Abschluss.

Konzertreisen und Chorwettbewerbe führten die rund 30 Sängerinnen und Sänger mit ihrem Leiter Johannes von Hoff unter anderem schon nach Kanada, Spanien, Irland und Ecuador. Bei der gerade beendeten Tournee durch Polen wurde dem Oldenburger Kammerchor seine hohe musikalische Qualität erneut durch das Publikum mit langem Beifall und dem Wunsch nach Zugaben bestätigt.

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