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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ständchen auf dem Schlossplatz

16.05.2018

Oldenburg Die Vorzeichen stehen gut: Wenn Bernt Wach recht hat, dann macht der Kultursommer in diesem Jahr seinem Namen alle Ehre. „Erfahrungsgemäß zeigt das Wetter bei der Vorstellung des Programms, wie es später wird“, sagte der Geschäftsführer der Kulturetage am Dienstag. Demnach dürfte vom 18. bis zum 29. Juli die Sonne auf den Schlossplatz scheinen.

Zum runden Geburtstag haben die Veranstalter dem Kultursommer ein neues Outfit verpasst. Zu sehen ist das auf der Webseite der Veranstaltung, auf Plakaten und Bannern in der ganzen Stadt. „Wir müssen immer wieder etwas neues ausprobieren und etwas anders wagen“, sagte Wach. Das bezog er nicht nur auf die Optik, sondern vor allem auf das Programm: 92 Veranstaltungen sind geplant, darunter Lesungen, Theater, Freiluft-Kino, Ausstellungen, Kinder-Aktionen und natürlich Konzerte.

Der Auftakt setzt einen Kontrapunkt

Und der Auftakt setzt diesbezüglich gleich einen Kontrapunkt: Inga Rumpf spielt am 18 Juli auf dem Schlossplatz. Neu ist das nicht, schließlich singt Rumpf jedes Jahr in der Kulturetage. „Sie ist ein Star, der aus der Region kommt“, sagte Andreas Holtz, musikalischer Leiter des Festivals. „Das ist auf jeden Fall das richtige Zeichen.“

kommentar

Kultur

für alle

Es ist ein schmaler Grat: Für Kultur zahlen am Ende zwar alle, sie erreicht aber oft nur wenige. Viele Einrichtungen bemühen sich redlich, mehr Menschen in Theater, Konzertsäle und Museen zu locken. Schließlich müssen die überlebenswichtigen Subventionen auch gerechtfertigt werden. Doch Oper und Theater werden keine Massen mehr erreichen. Der Kultursommer nimmt in der Kulturförderung der Stadt einen Spitzenplatz ein. Zurecht – denn das Festival schafft das, was viele andere nicht schaffen (können): Es bietet Kultur für alle an – niedrigschwellig, direkt in der Innenstadt. Das rechtfertigt jeden Euro.

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Beim restlichen Programm setzt Holtz auf jede Menge Abwechslung. Es gibt unter anderem einen Themenabend „West-Coast-Sound“ mit Folkrock von „Zervas & Pepper“ und „Someday Jacob“ am 19. Juli, Hip Hop und Soul von der israelischen „Lucille Crew“ am 21., südamerikanische Musik von der chilenischen Cumbia-Orchester „Chico Trujillo“ am 24. Juli und Ska aus Holland mit den „Bazookas“.

Als „Star-Act“ hat Holtz „Bokanté“ verpflichtet – ein Projekt von Jazzrock-Größe Michael League („Snarky Puppy“). Er steht am 23. Juli auch auf der Bühne auf dem Schlossplatz. Am 25. Juli spielt dann die inklusive Indie-Pop-Band „Station 17“ – bestehend aus Musikern mit und ohne Behinderung. Die Band tritt gut vier Wochen vor ihrem Gastspiel in Oldenburg in Scheeßel beim „Hurricane“-Festival auf. „Wenn ich mir einen Tag aussuchen könnte, an dem der Schlossplatz richtig voll wird, dann ist es dieser“, sagte Holtz. Jüngeres Publikum soll „Lotte“ anlocken. Die 22-Jährige ist Teil eines Indie-Pop-Abends am 27. Juli.

Auch der Schlossgarten wird wieder eingebunden

Der zwölfte und letzte Abend des Kultursommers bildet laut Holtz „eine nationale Klammer“ – von Inga Rumpf zu „Die höchste Eisenbahn“ aus Berlin. Die herausragende Indie-Pop-Band hat „derzeit die vielleicht schönsten Melodien und klügsten Texte in Deutschland“.

Auch der Schlossgarten wird wieder eingebunden. Nach dem Erfolg der „Großen Literaten“ vor zwei Jahren soll „dieses Spektakel“ wiederbelebt werden, sagte Wach. 30 Schauspieler verkörpern Figuren aus der Literaturgeschichte – von Don Quijote bis Marco Polo. Nicht nur der Kultursommer soll eine optische Aufwertung bekommen, auch das Schloss. „Wir würden es gern in Bilder aus 40 Jahren Kultursommer verpacken“, sagte Bernt Wach. „Und es sieht ganz danach aus, dass das auch klappt.“ Derzeit werde an der Umsetzung und der Finanzierung gearbeitet.

Der gesamte Kultursommer kostet Wach zufolge in diesem Jahr rund 280 000 Euro. 132 000 Euro steuert die Stadt bei, 75 000 Sponsoren. „Der Rest muss erwirtschaftet werden“, sagte Wach. Und dafür muss das Wetter stimmen. Die Vorzeichen sind zumindest gut.

Robert Otto-Moog
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2111

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