• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Fast freier Blick in den Küchengarten

13.12.2019

Oldenburg Der Schlossgarten ist ein Juwel, der Küchengarten darin eine Perle – den Blick zur Streuobstwiese, zu den Gemüsebeeten und Weinreben versperrt eine hohe Ziegelmauer, die lediglich durch ein Tor neben dem Schlossgärtnerhaus durchbrochen ist. Im hinteren Bereich des Küchengartens gab es laut Schlossgartenleiterin Trixi Stalling bis in die 80er Jahre hinein ebenfalls ein Gittertor, das, nachdem die Mauer umgefallen war, durch ein undurchsichtiges Tor ersetzt wurde. Die Mauer wurde wieder errichtet, allerdings mit neuen Ziegelsteinen.

Seit Mittwoch ist der Blick von der Mühlenhunte aus in den Küchengarten wieder möglich. Mehrere junge Leute aus der Jugendwerkstatt der Volkshochschule hängten zwei Torflügel ein, die sie in mehrmonatiger Arbeit unter der Leitung von Bernhard Kircher hergestellt hatten. Das massive Eichenholz ist mehrfach lackiert worden, erklärt der Pädagoge, der den Auftrag für den Bau vom Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg bekommen hat. Die jungen Männer werden mit dem VHS-Projekt auf den Berufsalltag und ihre Ausbildung vorbereitet.

Der Küchengarten wird nur zu Sonderveranstaltungen geöffnet, um die Pflanzen zu schonen, die darin wachsen, sagt Stalling. Die Anzucht- und Gemüsebeete sowie die Gewächshäuser gehören zu einem sensiblen Bereich des Schlossgartens, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht wird.

Der Küchengarten wurde im 19. Jahrhundert angelegt, aus dem der Hof im benachbarten Schloss versorgt wurde. Zum Schutz gegen Tiere und Diebe sowie zur Schaffung eines guten Mikroklimas wurde um den Garten eine mehrere Meter hohe Mauer gezogen.

Die Geschichte des Schlossgartens beginnt im Jahr 1808. Aufgrund der französischen Okkupation ruhten die Arbeiten von 1811 bis 1813. Als der Herzog aus dem Exil zurückkehrte, musste er feststellen, dass der Garten zerstört bzw. verwildert war und die Arbeiten von neuem aufgenommen werden mussten. Dieses Vorhaben wurde 1814 angegangen, nunmehr unter der Leitung von Julius Friedrich Wilhelm Bosse. Nach Abschluss der Geländeanhebungen wurden 1819 auch die Entwürfe für einen Pavillon umgesetzt.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2104
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.