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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein Stück Italien ist zurück in der Villa

04.04.2019

Oldenburg Der „Blick von Posillipo über Neapel auf den Vesuv“ ist endlich wieder ungetrübt: Das Gemälde des Oldenburger Malers Ludwig Fischbeck (1866-1954) wurde in den vergangenen Monaten restauriert und erstrahlt wieder in neuem Glanz in der Francksen-Villa des Stadtmuseums.

Verein spendet

Eine großzügige Spende des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg hatte die aufwendige Restaurierung durch Anja Brigitta Haase ermöglicht. „Da das 1904 entstandene Ölgemälde als Teil des Arbeitszimmers von Museumsgründer Theodor Francksen eine besondere Bedeutung hat, war die Unterstützung durch den Förderverein ein großes Geschenk“, so Franziska Boegehold, Sammlungsleiterin des Stadtmuseums.

Stadtmuseum

Geöffnet ist das Stadtmuseum (Am Stadtmuseum 4- 8) dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr

Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben im Stadtmuseum freien Eintritt.

Das Arbeitszimmer ist einer der schönsten Räume in den historischen Villen und war für Francksen eines der wichtigsten Zimmer seines Wohn- und Museumskomplexes. Hier können die Besucher bis heute dem Charakter Francksens nachspüren, der sich zwischen Italiensehnsucht und Heimatliebe bewegte. Nach einer Italienreise gab Francksen das Landschaftsgemälde in Auftrag, mit dem er sich ebenso wie die heutigen Besucher für Momente nach Italien träumen konnte: durch die Panorama-Sicht vom Berg Posillipo auf Neapel und den Vesuv mit seinem rauchenden Schlot.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dem Haus die Restaurierung dieses Gemäldes schenken konnten. Dafür sind Freunde schließlich da“, so die Vorsitzende der Freunde und Förderer des Stadtmuseums, Inge von Danckelman. Auch Dr. Ummo Francksen, Gründungsmitglied des Fördervereins und Großneffe von Theodor Francksen, freut sich über die Restaurierung.

Schmutzig und brüchig

Nachdem das Gemälde über 100 Jahre in einem in das Mobiliar eingepassten Rahmen über dem Dekor-Kamin gehangen hatte, war das Motiv durch Schmutzablagerungen verblasst, die Farbe an vielen Stellen brüchig und Bilddetails wie der Vesuv im Hintergrund kaum noch zu erkennen.

Mit der Restaurierung sind Farbe und Leinwand gesichert und Fehlstellen ergänzt worden. Mit der Rückkehr ist nun das Raum-Ensemble in der Francksen-Villa wieder komplett und lädt zu einem Besuch ein.

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