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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Oldenburger Verein Veröffentlich Bildband: Jüdische Geschichte wird sichtbar

29.11.2019

Oldenburg Der neue Bildband „Wo die Sprache fehlt….“ von Farschid Ali Zahedi ist eine „visuelle Annäherung an das jüdische Leben in Oldenburg“, so der Untertitel des Buches. Zahedi möchte durch Kunst und die Fotografie Geschichte vermitteln und einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten. „Vermittlung individueller Biografien und Geschichten, wo inzwischen viele Zeitzeugen fehlen, ist heute eine sehr wichtige Frage“, sagt der Journalist.

Die Fotos stellen historische Dokumente dar, gleichzeitig werden sie in einer künstlerischen Art und Weise präsentiert, so dass sie zu neuen Betrachtungsweisen einladen. Zahedi projizierte Archivbilder von früheren Bewohnern auf die jeweiligen Häuserfronten in Oldenburg, wo sie gewohnt haben und macht so die Geschichte sichtbar.

Es ist eine neue Form der Erinnerungskultur, weil sie im öffentlichen Raum Sichtbarkeit herstellt. Zahedi zeigt Menschen in ihrer privaten Umgebung und verknüpft die Erinnerung mit den Orten, die jeder in der Stadt kennt. „Der Bildband stellt damit ein lokales, nachhaltiges und visuell außergewöhnliches Zeugnis von Ausschnitten des jüdischen Lebens in Oldenburg dar“, sagt Zahedi.

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Auf knapp 50 Gebäude und Orte wurden einige Wochen lang Fotos projiziert. Von diesen Projektionen wiederum Aufnahmen gemacht, die man im Bildband wiederfindet. Auf diese Weise zeugen die Aufnahmen von Oldenburger Juden, die durch die NS-Politik entrechtet, verfolgt und umgebracht wurden.

Es werden beeindruckende Aufnahmen von den Familien Grünberg und Parnes in der Kurwickstraße gezeigt. Von der Familie Bergin in der Achternstraße und Familie Berlowitz, Am Markt 2. Ergreifende Bilder von Familien, die in der Achternstraße, der Schüttingstraße und anderen Straßen wohnten. Aber auch Fotos von den Verhaftungen der jüdischen Männer, die vom Oldenburger Bahnhof ins Konzentrationslager nach Sachsenhausen deportiert wurden.

„Das Buch verlangt den Lesern und Leserinnen einiges ab, weil es uns auf die Suche der Häuser und zu einer genaueren Betrachtung der nächtens an sie projizierten Bilder zwingt“, schreibt Roland Neidhardt, langjähriger Vorsitzender der deutsch-israelischen Gesellschaft in Oldenburg, im Vorwort.  „Wo die Sprache fehlt – Eine visuelle Annäherung an das jüdische Leben in Oldenburg“, Hrg. Werkstattfilm, 18 Euro.


Infos:   www.werkstattfilm.de 
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