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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Die wohl längste Theke der Stadt steht im Theater-Foyer

25.08.2018

Oldenburg Nach der längsten Sitzbank der Stadt am Theaterhafen nun die längste Theke: Generalintendant Christian Firmbach blickt sich mit einigem Stolz im neuen Foyer des Oldenburgischen Staatstheaters um, das den Muff der 60er-/70er-Jahre abgelegt hat und sich nun frisch und modern seinen Gästen präsentiert.

Mit der Eröffnung ist am Freitagabend der letzte von vier Bauabschnitten abgeschlossen worden, in denen das Theater vor allem in puncto Sicherheit auf den aktuellen Stand gebracht wurde. In den Vorjahren wurden die Arbeiten in der sechswöchigen Spielpause erledigt, diesmal waren zwölf Wochen nötig. Das Theater wich auf das freie Gelände von ehemals Rhein-Umschlag aus. „Der Theaterhafen war ein enormer Gewinn für die Stadt“, freut sich Firmbach über die vielen positiven Reaktionen, die ihn erreicht haben. 100 000 Besucher strömten in sechs Wochen an den Hafen und ließen sich von der einzigartigen Atmosphäre gefangen nehmen.

Doch zurück zum neuen Foyer: Die wohl längste Theke der Stadt ist knapp 15 Meter lang. Firmbachs Stolz ist auch darin begründet, dass die Schreiner aus der Werkstatt des Theaters die massive Eichenbohle bearbeitet haben. Die Theke steht an der Rückwand des Foyers, die von hauseigenen Theatermalern gestaltet wurde. Firmbach: „Da steckt eine Menge Herzblut drin.“

Das mit einem Eichenparkett ausgelegte Foyer bietet durch den Umzug der Theke deutlich mehr Platz für die Gäste. Firmbach hat darin einen neuen Raum entdeckt, der vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Möglichkeiten bietet. Betont wird die optische Weite durch viel Glas, das beispielsweise in der Balustrade verbaut wurde. Der Besucher kann ins Grüne und auf den Theaterwall schauen, umgekehrt fällt der Blick von der Straße ins Foyer und die Besucher des Theaters. „Wir sind ja kein Museum, im Theater herrscht Leben“, freut sich Firmbach.

„Der Brandschutz ist nun auf dem aktuellen Stand“, erklärt Klaus Wieting vom Staatlichen Baumanagement Ems-Weser. „Ein beruhigendes Gefühl – die zusätzlichen Fluchtwege bringen mehr Sicherheit, und das Alarmierungssystem erfüllt die heutigen Ansprüche“, sagt er weiter. Auch neue Brandschutztüren wurden eingebaut, eine Brandmeldeanlage wurde eingerichtet und über die Rauchabzugsanlage wird im Fall eines Brandes der Rauch nach oben über das Dach abgeführt. Auch einen neuen Aufzug neben der Treppe zum Großen Haus gibt es, so dass ein barrierefreier Zugang gewährleistet ist. Die Türen am Haupteingang sind zudem auf Tastendruck selbstöffnend.

Die Sanierungsmaßnahmen am Oldenburgischen Staatstheater laufen seit 2011. Für 14 Millionen Euro wurden zunächst 2011 aus Mitteln des Konjunkturpaket-II-Programms die Obermaschinerie und der Orchestergraben im Großen Haus saniert sowie das Probenzentrum erweitert.

Seit 2015 wurden jeweils in den Theaterferien bauliche Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Hierfür stellte das Land insgesamt rund elf Millionen Euro bereit. Die Sanierung des Dramaturgiegebäudes mit einem finanziellen Aufwand in Höhe von 800 000 Euro kann zur Hälfte aus Mitteln des Denkmalschutzes finanziert werden. Im nächsten Jahr folgen noch Restarbeiten. Das Land Niedersachsen als Bauherr hat bzw. wird im Zeitraum 2011 bis 2019 insgesamt rund 30 Millionen Euro in die Sanierung strecken.

„Als Herzstück des Theaters, das die verschiedenen Spielstätten miteinander verbindet, ist das Foyer wortwörtlich ein Raum der Begegnung und des Austauschs. Ich bin sicher, dass sich alle Besucherinnen und Besucher hier sehr wohl fühlen werden und bedanke mich bei allen Beteiligten, die dieses Projekt so erfolgreich geplant und umgesetzt haben“, sagte Björn Thümler (CDU), Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, am Freitagabend bei der Eröffnung.

Das neue Foyer ist mit dem ersten Konzerttermin der Spielzeit, dem 1. Sinfoniekonzert am 26. August, für das Publikum geöffnet. Am 1. September wird im Anschluss an die Eröffnungsgala ‚Vorhang auf!‘ die neue Theaterbar des Foyers eingeweiht.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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