• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Kontakt
  • Werben
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Viel harte Arbeit für einen spaßigen Abend

11.11.2017

Oldenburg „Wann spielt ihr mal Simple Minds?“ Nichts geht DJs mehr auf den Senkel als Wünsche des artenreichen Tanzvolks nach dem nächsten Titel. Bei Nils Janssen (34) und Jan Meiners (31) ist dies längst kein Thema mehr. Um neben ihnen am Mischpult aufzutauchen, müsste man erst mal die Bühne erklimmen, um sich dann gegen 120 Dezibel Verhör zu verschaffen.

Aber warum sollte man dies tun? Die „Housedestroyer“ sind längst zur eigenen Marke geworden. Seit nun mehr einem vollen Jahrzehnt bringen sie Fanmassen auf höchstem Niveau zum Tanzen, Raven und Spaß haben. „Nils und ich sind seit zehn Jahren gemeinsam unter dem Namen „Housedestroyer“ auf Tour“, sagt Jan gleichermaßen stolz wie ehrfürchtig. „Zehn Jahre, in denen wir auf mehr als 600 gemeinsam gespielte Shows, tolle Clubs und Festivals, viele tolle private wie berufliche Bekanntschaften und Freundschaften und natürlich auch auf die eine oder andere Katastrophe gucken können.“

Zu Beginn mussten sie sich und ihre Leidenschaft viel häufiger erklären. Denn viele Leute halten das, was die beiden Oldenburger machen, für brotlose Kunst. „In Wirklichkeit ist es für uns ein Vollzeitberuf, der viel Vorbereitung braucht. Was der Gast dann sieht, sind nur fünf Prozent von dem, was dahinter steckt“, räumt Jan mit einem gängigen Vorurteil auf.

„Angefangen hat damals alles mit unserer kleinen Eventreihe ,Housedestroyer & Freunde’, mit der wir uns von damals gerade mal 70 zahlenden Gästen auf mehrere tausend Fans steigern konnten und mittlerweile die größte House- und Electro-Party des Nordens veranstalten.“

Zehn Jahre lang ein professioneller DJ zu sein, bedeute auch, zehn Jahre ein Leben am Limit zu führen. „Wenn man die eigene Leidenschaft zum Beruf machen kann, ist es ein Traum. Dann bemerkt man allerdings auch seltener, ob da was im Leben zu kurz kommt“, sagt Nils.

Drogen, um Leistung erzielen zu können, spielten nach Aussage von Jan nie eine Rolle. „Irgendwann kommt das als Bumerang zurück, und man klappt zusammen. Da gibt’s viele Beispiele in der Szene. Wir haben das noch nie gemacht.“

Eine formale Ausbildung zum Discjockey gibt es zwar nicht, umfangreiche Kenntnisse bilden aber die professionelle Basis, um DJ zu werden. Verschiedene deutsche Fachhochschulen bieten ein Audiodesign-Studium an, das Grundlage für eine DJ-Karriere sein kann. „Wir haben die klassische Auflege-Schule von der Pike auf gelernt in Hunderten von Nächten, mit genreübergreifenden Repertoires“, erzählt Jan. „DJ-Kollegen und Plattenfirmen versorgen uns mit neuer Musik, 200 bis 300 neue Lieder landen bei uns pro Woche.“

Natürlich wollen die „Housedestroyer“ den zehnten Geburtstag mit ihren Fans feiern: am Samstag, 18. November in der Kongresshalle in Oldenburg. Zum DJ-Set gibt es einige Überraschungsgäste sowie jede Menge Sound, Licht, Laser sowie natürlich Pyro und Konfetti.


     www.facebook.com/events/279411349154197 

Weitere Nachrichten:

Simple Minds | Housedestroyer