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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Podium: Wie kommen Fische und Ameisen ins Museum?

22.11.2019

Oldenburg Die Architektur-Entwürfe für das neue Stadtmuseum haben viele Oldenburger interessiert; es gab eine lebhafte Debatte über das Für und Wider der Pläne der Architektengruppe GME aus Achim/Bremen.

Die Präsentation war Anfang des Jahres; seitdem ist es still geworden um den Neubau. Zu still, finden die Freunde und Förderer des Stadtmuseums. Um das Projekt voranzubringen, hatte der Förderverein unter Vorsitz von Inge von Danckelman für Mittwochabend zu einer Podiumsdiskussion über „Stadtmuseen im 21. Jahrhundert“ eingeladen.

Frauke von der Haar, Direktorin des Focke-Museums in Bremen, empfahl, Museen über Geschichten für neue Besuchergruppen zu erschließen. Gesichter und Erzählungen machten Exponate anschaulich, so ihre Erfahrung. Und diese Geschichten dürften nicht „aus Perspektive des weißen Mannes“ erzählt werden, sprich neue Protagonisten seien gefragt. Hans Lochmann vom Museumsverband Niedersachsen und Bremen riet, „auf Flohmärkten auszuschwärmen“.

Das Ambiente von Museen, so waren sich die Referenten einig, müsse offener und einladender werden. Carl Philipp Nies von der Kulturstiftung des Bundes sieht Aufgaben auf Museen zukommen, die traditionell im sozio-kulturellen Bereich lägen. Hängen blieb eine Unterteilung von Museumsbesuchern in Fische und Ameisen: Fische schlängelten sich durch eine Ausstellung, Ameisen gingen von Vitrine zu Vitrine und arbeiteten alles ab.

Doch wie kommen die Ameisen und Fische ins Museum? Was folgt aus dem Abend für das neue Stadtmuseum? Zumindest einige der Anregungen und Einschätzungen der Expertenrunde – zum Beispiel das Thema Gesichter und persönliche Geschichten – dürften für Oldenburg interessant sein.

Zum Neubauprojekt selbst gab es allerdings an diesem Abend wenig Neues. Christiane Cordes, die kürzlich die Leitung der städtischen Museen zusätzlich zu den Bereichen Sport und Kultur übernommen hat, berichtete von der Arbeit am Feinkonzept. Sie verwies auf die Aktionsfläche im Erdgeschoss, mit der sich das Stadtmuseum für neue, überraschende Projekte öffne und den neuen Schwerpunkt Museumspädagogik. Und sie kündigte an, das Museum werde 2020, wenn die Abrissbagger kämen, in Ausweichquartiere wechseln.

Doch wo die sind, blieb ebenso offen wie die Frage nach den Partnern, mit denen das Museum in Form von Aktionen bespielt werden soll.

Die Augen in der Stadtverwaltung dürften sich auf den neuen Museumschef richten, der Andreas von Seggern folgen soll. Die Personalie soll sich in den nächsten Tagen entscheiden. Nach den Architektur-Entwürfen mal wieder eine „harte“ Nachricht.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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