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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Schnelle Schnitte wie im Film

22.09.2018

Oldenburg „Der Ring“ geht weiter. Im dritten Teil von Richard Wagners Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen“ wird eine der bekanntesten deutschen Heldensagen erzählt. Nach dem Vorabend („Das Rheingold“) und dem ersten Tag („Die Walküre“) bringt das Oldenburgische Staatstheater nun mit „Siegfried“ den zweiten Tag des Opernzyklus auf die Bühne.

„Siegfried“ ist nach dem Tod seiner Eltern im Wald beim Schmied Mime aufgewachsen und inzwischen ein junger Mann. Zu seinem Ziehvater hat er kein gutes Verhältnis. Als Mime es nicht schafft, das Schwert Notung zu reparieren, nimmt sich Siegfried selbst der Angelegenheit an und schmiedet aus den Überresten des kaputten Schwertes eine neue Waffe.

„Siegfried“ Die Oper hat an diesem Samstag um 17 Uhr Premiere im Großen Haus. Weitere Vorstellungen sind u. a. am 29. September und 3. Oktober. Die Oper wird bis zum 4. November gespielt. Es sind jeweils nur noch Restkarten erhältlich.

Um Siegfried endlich einmal das Fürchten zu lehren, führt Mime ihn in den Wald zum Drachen Fafner. Siegfried schafft es, den Drachen zu töten, und schmeckt dessen Blut. Plötzlich kann er den Gesang der Vögel verstehen und kommt so auch dahinter, dass er für Mime immer nur Mittel zum Zweck war, um an den vom Drachen bewachten Schatz zu kommen.

Kurzerhand tötet Siegfried auch Mime. Der Gesang der Vögel führt Siegfried weiter zu Brünnhilde, die umgeben von Feuer auf einem Felsen schläft. Er erweckt sie mit einem Kuss und die beiden entdecken ihre Liebe zueinander.

Wie bereits in den vergangenen Jahren kommt in der Inszenierung von Paul Esterhazy auch diesmal die Drehbühne zum Einsatz. Und wie in den zwei vorangegangenen Stücken sind die Bühnenarbeiter pausenlos damit beschäftigt, den von den Zuschauern abgewandten Teil der Bühne nach den Plänen von Mathis Neidhardt immer wieder neu zu bestücken. Damit sind sehr schnelle Szenenwechsel möglich, die fast schon wie die Schnitte in einem Film anmuten.

Gerade diese Tatsache macht „Siegfried“ aber auch so spannend, wie Dramaturgin Stephanie Twiehaus findet: „Es wird nie langweilig. Und niemand muss vor der Dauer zurückschrecken.“ Damit spielt sie auf den Umfang des Stückes von etwa fünf Stunden inklusive zweier halbstündiger Pausen an. Der versierte „Ring“-Zuschauer wird das bestätigen können und auch die nahezu ausverkauften Vorstellungen sprechen dafür, dass das Oldenburger Publikum davor keine Angst hat.

Die Besetzung ist etwas Besonderes und zielt auf Nachwuchsarbeit ab. „Der Sängercast ist sehr wichtig. Der Ring ist ausdrücklich als Debüt-Ring angelegt“, erläutert Twiehaus die Zusammenstellung. „Wir versuchen, ganz vielen im Fach der jungen Wagnersänger die Chance zu geben, sich bestimmte Partien zu erarbeiten. Das ist in großen Häusern nicht so leicht, aber hier hat man die Nische dazu. Man kann sich ausprobieren und dann den Schritt in die große, weite Opernwelt wagen.“

Den Siegfried gibt Zoltán Nyári, der in der „Walküre“ bereits dessen Vater Siegmund gesungen hat. Als Brünnhilde tritt wieder Nancy Weißbach auf. Timothy Oliver singt Mime. Kihun Yoon seinen Bruder Alberich. Fafner ist Ill-Hoon Choung, der Waldvogel Sooyeon Lee und Erda ist Marta Šwiderska. Die musikalische Leitung hat Hendrik Vestmann.
 Ebenfalls um Siegfried geht es bei einer Lesung mit Schauspielerin Helen Wendt für Besucher ab acht Jahren. Sie beginnt am Sonntag um 18 Uhr um Großen Haus. Untermalt wird die Lesung durch Fotos aus der Aufführung.

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