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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Ein Meer von Traurigkeit im zauberhaften Aquarium

04.12.2019

Oldenburg Theaterstücke, die über 90 Minuten von (nahezu) nur einer Person bestritten werden, sind immer etwas Besonderes. Der Akteur oder, wie in diesem Fall, die Akteurin muss es schaffen, dass dem Publikum nicht langweilig wird, obwohl immer nur dasselbe Gesicht zu sehen und dieselbe Stimme zu hören ist. Schauspielerin und Figurenspielerin Esther Vorwerk ist dies bei der Premiere von „Die kleine Meerjungfrau“ in der Limonadenfabrik gelungen.

Gemeinsam mit Regisseur Markus Wolf hat sie ein Stück entwickelt, das sich dicht an der Vorlage von Hans Christian Andersens berühmten Märchen orientiert, es aber schafft, neue Bilder zu erzeugen. Das Zentrum der Bühne bildet ein großes, mit Wasser befülltes Aquarium, welches leider ein bisschen zu tief steht und daher den optimalen Blick auf das Geschehen etwas verwehrt. Nach und nach wird dieses Aquarium von Esther Vorwerk mit den verschiedensten Utensilien bestückt, dazu Meeresgeräusche, Walgesänge, ein kleiner Fisch und die passende Beleuchtung und die Tiefseeatmosphäre ist perfekt.

Wir lernen die kleine Meerprinzessin in Form einer Puppe kennen – nicht wie üblich eine schöne Frau mit glitzerndem Fischschwanz, sondern ein eher körperloses Wesen mit zartem Gesicht und langen roten Haaren.

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Sehnsuchtsvoll schwimmt die kleine Meerjungfrau durchs Wasser. So viele Gegenstände aus der Welt der Menschen hat sie schon gesammelt. Einfach traumhaft muss es in ihrer Vorstellung da draußen an Land sein. Als ein Mensch, sogar ein waschechter Prinz, über Bord geht und sie ihn rettet, ist ihr Schicksal schon besiegelt. Sie verliebt sich und kann sich nicht dagegen wehren, so sehr sie es versucht. Doch was würde sie für die Liebe alles in Kauf nehmen? Lange Wartezeit, unerträgliche Schmerzen, den Verlust der Stimme und schließlich das Risiko des eigenen Todes – das alles wird dieser Mann schon wert sein.

Erst auf den zweiten Blick stellt sie fest, dass der nette Typ ganz schön ignorant und egoistisch ist. „Ich kann mit niemandem so gut reden wie mit dir“, sagt er zur Meerjungfrau und merkt nicht einmal, dass sie stumm ist und gar nicht antworten kann. Dazu hat er sich noch in eine menschliche Prinzessin verliebt. Als sie vor der Wahl steht, sein oder ihr eigenes Leben zu beenden, entscheidet sie sich für den Freitod.

Esther Vorwerk spielt die Figuren von Meerjungfrau, Prinz und Prinzessin zart und unaufgeregt. Sie erzeugt gerade bei den Unterwasserszenen mit den zauberhaften Puppen, die Regisseur Markus Wolf kreiert hat, eine sehr poetische Atmosphäre. Gekonnt werden Andersens Texte und moderne Sprache gemischt. Und trotz der berührenden Geschichte ohne Happy End bringt sie das Publikum auch immer wieder zum Lächeln. Karten für  „Die kleine Meerjungfrau“ für 21, ermäßigt 14 Euro sowie Termine:


     www.t-ol.de 
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