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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Stage Akademie zeigt Zeitreise der musikalischen Art

09.12.2019

Oldenburg Voller Erfolge bei der Premiere: Rund 90 Akteure der Oldenburger Stage Akademie standen am Samstagabend in der Weser-Ems-Halle auf der Bühne, um die Idee des Filmklassikers „Die Zeitmaschine“ als Musical in Szene zu setzen. Und das ist ihnen fantastisch gelungen.

Die Regie des Stücks hat eine eigene Szenerie auf die Beine gestellt. George Taylor (Andy Behme) ist Erfinder der Zeitmaschine. Mit seiner Frau Haven (Franziska Krajinski bzw. Kristina Erdélyi) singt er den Song „Heaven – Cheek to cheek“. Ob nun Louis Armstrong mit Ella Fitzgerald das Vorbild war oder Frank Sinatra als Soloakteur – bei der Gesangsqualität braucht sich niemand zu verstecken. Und der dazugehörige Tanz ist turnierreif.

Es ist die Darbietung einer Silvesternacht 1938. Haven stirbt, choreographisch begleitet von grazilen Ballettszenen, inszeniert von Gesche Brooker Wepner. Es kommen platte Trostworte aus der Umgebung von George. Die Zeit heile alle Wunden. „Aber man muss sie überstehen“, sagt er und sieht in der Zeitmaschine die große Chance, dass die Wunden schneller heilen.

Seine Freunde warnen ihn, auf die Zeitmaschine zu hoffen. Zehn Jahre später trinkt man während der Silvesterfeier auf George – wo immer er sein mag. Eine Reise auf der Queen Mary wird verlost und die Andrew Sisters singen „Bei mir bist du scheen“. Für das Jahr 1958 wurde symbolhaft der Rock’n Roll gewählt. Flott, zackig und bunt tanzen junge Menschen minutenlang Kultsongs der 1950er Jahre. Dazu wird auch vor Bühne getanzt.

Es folgt ein feiner Blues im Tanzstunden-Stil. Nun kann man raten, was für das Jahr 1968 gewählt wird: Woodstock, Hippies und die ganze Flower-Power-Bewegung werden wirkungsvoll auf die Bühne gebracht. Ungewollt wird George an diesem Silvester von seinem Freund Filby (Stefan Frels) erkannt. Sie sprechen über Haven. Die Bilder, die Haven hinterlassen hat, verblassen.

George möchte Filby 1978 wiedersehen. In diesem Jahr wird der Tanz mit „Dance, Dance, Dance…“ ganz groß geschrieben und man nutzt zum Tanzen den Raum im Konzertsaal insgesamt, begleitet von Applaus und Jubelschreien des Publikums. Man wagt sich später auch an Conchita Wursts ESC-Song „Rise like a Phoenix“ heran. Es hat sich gelohnt. Stimmgewaltige Darbietung.

Der amerikanische Unabhängigkeitstag am 4. Juli wird mit einem Riesenfeuerwerk gefeiert. Mit Selfies und dem Song „For ever young“ wird das Ereignis begleitet.

Es geht auch philosophisch zu. Alle Philosophen seien immer auch gute Musiker gewesen, wird postuliert. Man behandelt aber auch sehr problematische Verhältnisse: Eine Frau wird von ihrem Mann geschlagen. Sie schafft es, sich von ihm gänzlich zu lösen. Es folgen dann wieder ganz romantische Gesangsszenen. Und das Publikum honoriert es mit langem Applaus.

George trifft seinen alten Freund Richard, der zeigt sich allerdings sehr verwirrt, als George ihm klar macht, dass man sich schon lange kennt. Richard hält es für wahrscheinlich, dass man die Zeitmaschine auch rückwärts drehen kann, was George für unmöglich hält. „Das Mögliche ist nicht immer das Richtige“, sagt man.

Mit Hilfe von den zwei Wissenschaftlerinnen (Kirsten Rösemeier-Lejeune und Petra Rösemeier) schaffen sie es doch, mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit zu gehen. Eindrucksvolle Trommelmusik und fantastische Stepp-Auftritte deuten an „Alles ist schon geschehen“. Was, das kann man in Oldenburg in der Kulturetage am 8. Februar 2020 noch einmal erleben.

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