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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Licht, Kamera – und Action!

03.01.2018

Oldenburg /Rastede Ein kurzes Video zu drehen, war wohl noch nie so einfach wie heute. Jedes moderne Handy verfügt über die dafür notwendigen Programme, selbst Videobearbeitung und Schnitt sind technisch längst keine Probleme mehr. Was früher Tausende Euro allein für die Ausrüstung gekostet hat, steckt heute bei vielen Leuten in der Hosentasche.

Allein die Technik macht aber noch lange keinen guten Film. Hat der Film eine Geschichte? Hat er einen Spannungsbogen und ist das Ende überraschend? Auf diese Dinge kommt es neben der Vertonung und dem Schnitt besonders an, wissen die Hobbyfilmer vom Videoclub Rastede „Blaulicht ’92“, der inzwischen seit 25 Jahren besteht und viele Mitglieder aus Oldenburg hat. Auch der Gründer und Ehrenvorsitzende, Rainer Wolf, stammt aus Oldenburg. „Wie gestaltet man einen Film, damit er Zuschauer fesselt und mitnimmt?“ Für den 1. Vorsitzenden Hans-Jürgen Schekahn ist dies die entscheidende Frage, die bei den zweimal im Monat stattfindenden Clubabenden in Rastede meist im Mittelpunkt steht. Selbst erstellte Familienfilme, Reisefilme, Reportagen oder Kurzfilme werden bei den Treffen gezeigt. Und es wird intensiv über die Filme diskutiert. Denn: „Jeder möchte sich filmisch weiterentwickeln“, sagt Scherkahn, der wie die rund 20 Mitglieder des Clubs jede Menge Erfahrung mitbringt.

Zweimal im Monat Clubtreffen

Die Clubabende des Videoclubs Rastede „Blaulicht ’92“ finden jeweils am ersten Mittwoch und am dritten Dienstag im Monat im „Bistro am Bahnhof“ in Rastede, Ladestraße 34, statt. In der Zeit von 18.30 bis 21 Uhr zeigen die Teilnehmer selbst erstellte Filme und diskutieren darüber.

Im Verlauf des Jahres werden auch Seminare zu unterschiedlichen filmischen Themen angeboten. In diesem Jahr ging es zum Beispiel um den Einsatz von Quadrokoptern, das Kommentieren von Filmen, die Digitalisierung von Super-8-Filmen und die Farbkorrektur im Film.

Die Treffen des Videoclubs Rastede sind für interessierte Filmbegeisterte offen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter

   

   www.video-club-rastede.de

Hilfreiche Tipps parat hat stets der heutige Ehrenvorsitzende des Clubs, Rainer Wolf. „Ich filme seit 1974“, sagt er und fügt hinzu: „Erst Schmalfilm, dann Video.“ Als er feststellte, dass viele, die sich Kameras kaufen, mit den Geräten überfordert sind, fing er an, bei der Volkshochschule Kurse für Einsteiger zu geben. Einer der Teilnehmer war der heutige Clubvorsitzende Schekahn.

Schon bald kam bei den Kursteilnehmern der Wunsch auf, sich häufiger zu treffen, über Technik zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen. Mit acht weiteren Filmbegeisterten gründete Wolf daraufhin im Jahr 1992 den Videoclub Rastede, der sich kurz darauf dem Bund Deutscher Film- und Video-Autoren (BDFA) anschloss, dem größten deutschen, nichtkommerziellen Filmverband.

„Weil als Clubtreff zunächst der Aufenthaltsraum der Feuerwehr Metjendorf diente, erhielt der Club den Zusatz ,Blaulicht’92‘“, erklärt die stellvertretende Clubleiterin Kerstin Hänecke. Heute treffen sich die Mitglieder im „Bistro am Bahnhof“ in Rastede (siehe Infokasten).

Immer wieder drehen die Mitglieder Filme zu lokalen Themen. So gibt es unter dem Titel „Rastede im Wandel der Zeit“ einen Film über die geschichtliche Entwicklung des Ortes Rastede. Dem Boßeln im Ammerland und dem Boßelmuseum in Bad Zwischenahn widmet sich der Film „Die alten Herren von Langebrügge“. Und um regionale Spezialitäten geht es in dem Film „Vom Tee zum Kaffee“.

„Auf Heimatabenden werden wir häufig gebeten, unsere Filme zu zeigen“, sagt Schekahn. Auch die Aufführungen von Theatergruppen hat der Club bereits dokumentiert. Die Mitglieder können so manche Erfolge vorweisen, davon zeugen viele Preise auf Landes- und Bundesebene. „Mehrfach erreichten Filme des Videoclubs Rastede die Teilnahme zu den Deutschen Filmfestspielen der Amateure“, berichtet der Vorsitzende.

Mit dem Anschauen angestaubter Dias hat das Hobby der Filmer auch längst nichts mehr zu tun – gearbeitet wird digital, ohne Computer geht nichts mehr. Und zum Anschauen wird ein Beamer verwendet. So hat auch hier die Technik Einzug gehalten.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede
Tel:
04402 9988 2620

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