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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ganz großer Bahnhof für Horst Milde

27.03.2018

Oldenburg Wenn man Helmut Fokkena zum guten Freund hat, dann sollte man damit rechnen, dass auch eine so gewöhnliche Angelegenheit wie der Eintritt in den Ruhestand zu einem Spektakel gerät. Davon kann Horst Milde ein Lied singen: Sein letzter Dienst-Tag als niedersächsischer Landtagspräsident wurde zu einem Fest-Tag, wie ihn Oldenburg bisher nur selten erlebt hat.

Empfang im Kostüm

Fast genau 20 Jahre ist es her, dass Milde, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt, SPD-Landtagsabgeordneter und eben auch Landtagspräsident, mit einem großen Bürgerempfang am Hauptbahnhof nach seiner Ankunft aus Hannover begrüßt wurde. Unter den strengen Augen von Hauptwachtmeister Fritze (alias Dieterfritz Arning) standen am 28. März um 9.22 Uhr der damalige OB Jürgen Poeschel, Regierungspräsident Bernd Theilen und viele kostümierte Mitglieder der August-Hinrichs-Bühne stramm, als Milde dem Zug aus der Landeshauptstadt entstieg.

Es war der Auftakt eines sechseinhalbstündigen Programms, das sich – genau – Helmut Fokkena mit seinem Team in vier Jahren hatte einfallen lassen. „Nach 34 Jahren in der Politik und kurz vor seinem 65. Geburtstag sollte es für Horst Milde schon etwas Besonderes sein“, meint Fokkena, Vorsitzender der Stiftung Bahn-Sozialwerk Oldenburg, heute. „Ich bin sicher, dass es bis heute keinen vergleichbar großen Bürgerempfang in dieser Stadt gegeben hat.“

Wie auch? 400 Ehrengäste, viel politische Prominenz und neun historische, teils vierspännige Pferdekutschen, in denen Milde und seine wichtigsten Begleiter quer durch die Fußgängerzone, am Rathaus (hier gab es einen Empfang) und am Schloss vorbei zum Festakt im ehemaligen Landtag gefahren wurden.

Musikalische Grüße

Untermalt wurde der Korso musikalisch unter anderem vom Jagdhornbläserkorps, vom Blasorchester Oldenburg, von den Handharmonika-Freunden Oldenburg, vom Shantychor Friedrichsfehn und dem Akkordeonorchester Oldenburg.

Klar, dass die Aktion nicht ohne Resonanz blieb. Allein die Anwesenheit der Kutschen und von Hauptwachtmeister Fritze mit blitzeblanker Pickelhaube waren Hingucker. Und neben den im Ornat der Kaiserzeit gekleideten Mitwirkenden fielen die Ehrengäste auf: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Johannes Rau, Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke, Bremens Bürgermeister Hans Koschnick und viele andere politische Weggefährten Mildes waren dabei. Promis, die nicht einfach zu bekommen waren. „Doch als sie hörten, dass sich Horst Milde ihre Teilnahme persönlich gewünscht hatte, sagten alle zu“, freut sich Fokkena.

Milde, der sich am Ende des Bürgerempfangs über den „großartigen Freundschaftsbeweis“ sehr gefreut hatte, äußerte vor dem Ruhestand übrigens einen Wunsch, besser: einen „kleinen Traum. Die Stadt Oldenburg hat Graf Anton Günther so viel zu verdanken, dass es schön wäre, wenn er eines Tages ein Denkmal erhalten würde“. Das war am Mittag des 28. März 1998. Horst Milde träumt diesen Traum immer noch. Am 6. April feiert der Oldenburger, der aus Breslau stammt, übrigens seinen 85. Geburtstag.

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Klaus Fricke
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