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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Aufwärmen vor Rea Garvey-Tournee

23.07.2019

Ryan Sheridan ist ein Star, keine Frage. Nicht nur, weil seine Alben mit Platin-Auszeichnungen bedacht wurden. Nicht nur, weil seine Lieder so unwiderstehlich eingängig sind. Sondern auch, weil der 37-jährige Ire es schafft, an einem schnöden Kultursommer-Montag über 5000 Menschen auf den Schlossplatz zu locken.

Sie alle werden ihr Kommen nicht bereut haben. Denn Sheridan, der so leichtfertig als „Ed Sheeran für Erwachsene“ abgestempelt wird, ist ein Popsänger erster Güte und auf seine Art unvergleichlich. Vier-Minuten-Songs mit Botschaft, mal über Liebe, dann wieder über Heimat und Humanität, sind seine Spezialität, die er intensiv vorzutragen weiß.

Schlicht aber schön

Dass Ryan Sheridan überhaupt in Oldenburg auftrat (Kultursommer-Musikchef Andy Holtz: „Eigentlich ist er viel zu teuer für unser Budget“), war dem Terminkalender des Künstlers zu verdanken. Am morgigen Donnerstag startet Sheridan zu einer großen Tournee mit dem befreundeten Superstar Rea Garvey, und da war der Schlossplatz ideal zum Warmlaufen und -spielen.

Überhaupt, spielen: Ryan Sheridan war fast allein am Start, nur seine elektrisch verstärkte Gitarre (naja, besser: Schlaggitarre) und sein Schlagzeuger Ronan Nolan waren mit ihm auf der Bühne. Diese spärliche Instrumentierung reichte allemal, um die Schönheit seiner Songs in laute Töne zu fassen. Egal, ob temporeiche Nummern wie „Jigsaw“ oder ruhige Balladen wie „Home“ - jedes Lied packte die Zuschauer unmittelbar. Und das bedeutete auch: Mitsingen war Pflicht, eine leider viel zu selten geübte Disziplin beim Kultursommer. Vertrackte Rhythmen sind eben viel schwieriger mitzuträllern als wunderschöne Popsongs wie „Blew My Mind“ oder „Stay Stay“, den Sheridan zusammen mit Rea Garvey geschrieben hat.

Gerade, als die 5000 (so viele waren an einem Montag noch nie zuvor zum Kultursommer gepilgert) sich so richtig schön eingesungen hatten, war es vorbei, das Konzert.

Pure Freude bereiten

70 Minuten dauerte der Spaß, einschließlich, als Zugaben, des Übersongs „The Dreamer“ und einer verlängerten Wiederholung von „Stay Stay“, dann war tatsächlich schon Schluss. Und die Reaktion der Zuschauer? Überragend positiv. Bis auf einige wenige Nörgler waren alle zufrieden, sehr zufrieden sogar. Ryan Sheridan und Ronan Nolan hatten geschafft, was selbst Stars nicht immer gelingt: Den Leuten pure Freude zu bereiten, beste Unterhaltung, und ihnen die Erkenntnis zu vermitteln, dass man einen Refrain auch noch singen kann, wenn der Sänger längst wieder in der Umkleidekabine ist.

Klaus Fricke
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