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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Atelier 5 In Sandhatten: Wo sich Literatur und Kunst verbinden

29.10.2018

Oldenburg /Sandhatten „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht ...“, heißt es in einem altbekannten Schlager. Dass Marmor brechen kann, das weiß die Oldenburger Künstlerin Petra Hemken nur zu gut. Seit vielen Jahren liebt sie die Bildhauerei und hat für sich ein Fazit gezogen: „Wer mit Steinen arbeitet, muss lernen, mit dem Scheitern umzugehen.“ Einige ihrer Arbeiten aus dem edlen Stein wird sie ab Dienstag, 30. Oktober, für die Öffentlichkeit bereitstellen. Dann eröffnet sie ihre Ausstellung in der Reihe „Kunst zu Gast“ im Atelier 5 von Maria-Anna Nordiek an der Huntloser Straße in Sandhatten.

Passender Ort

Das Atelier, ein altes Bauernhaus, findet die Künstlerin nicht nur selbst wunderschön. „Es passt auch so gut zu meinen Arbeiten. Es ist ein altes Gebäude und Marmor ist ein alter Stein.“ Besonders gefalle ihr daran der Kontrast: „In einem betagten Gemäuer ist alles etwas schief und uneben. Der Stein hat klare Linien und Formen.“ Das sei auch ein Grund dafür, warum sie die Bildhauerei so liebe: „Marmor ist eigentlich ein sehr grober Stein. Es braucht lange, bis er seine innere Farbigkeit zeigt, bis er durch stetiges Schleifen weich wird“, schwärmt Petra Hemken von ihrer Arbeit.

Über die Anordnung ihrer Werke in dem Atelier hat Petra Hemken lange nachgedacht. Dr. Petra Fleischmann vom Kreativraum Staublau in Oldenburg wird die Eröffnungsrede zur Ausstellung halten. Und sie freut sich, dass sich Petra Hemken dazu entschlossen hat, ein spezielles Exponat an den Beginn der Ausstellung zu setzen. „Durch die besondere Bearbeitung des Steins, die Formungen und Aushöhlungen, schafft das Kunstwerk neuen Raum. Es wirkt wunderbar luftig“, beschreibt sie und fährt fast liebevoll mit der Hand über den alabasterfarbenen Stein. Die Haptik, so betont auch die Künstlerin, sei ein wesentlicher Punkt. „Diese Steine laden ein zur Berührung.“ Aber vorsichtig müsse man sein. „Obwohl die Werke schwer sind, sind sie sehr sensibel“, sagt Hemken und lacht.

An und mit den Steinen arbeitet Petra Hemken übrigens nur draußen, an der Luft und mit bestem Licht. „Es ist sehr wichtig, dass ich jedes Detail sehen kann. Außerdem bin ich echt eine Schön-Wetter-Arbeiterin“, gibt sie lächelnd zu. Daher reist sie meistens nach Italien, um unter der Sonne des Südens zu werkeln.

Mehr als drei

Jedes Jahr nehme sie sich vor, nur drei Arbeiten anzufertigen. „Nun ja ... Meist werden es mindestens fünf. Eher zehn“, ergänzt sie schulterzuckend. Uta Fleischmann freut es. Schwerpunktmäßig kommt sie aus der Literatur und mag es, dieses Genre mit der Kunst zu verbinden. „Mich leiten meine Intuition und Kreativität. Die Interpretation überlasse ich lieber anderen“, sagt Petra Hemken mit einem Blick auf Uta Fleischmann. Die verweist auf ein Zitat des englischen Bildhauers und Zeichners Henry Moore: „Das Loch, das man in Stück Stein bohrt, ist eine Offenbarung.“

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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