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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Nachts im Museum tobt das Leben

16.09.2019

Oldenburg Mit einem kleinen Experiment beginnt die Führung durch die Ausstellung von Edeltraut Rath – einer Oldenburger Künstlerin, deren Werke derzeit im Stadtmuseum zu sehen sind: „Schauen Sie 30 Sekunden lang auf diese Fläche“, bittet Geraldine Dudek vom Stadtmuseum ihre Zuhörer und deutet auf ein knallgelbes Stück Karton. „Und danach richten Sie ihren Blick auf die weiße Wand. Was sehen Sie?“

Die Teilnehmer dieser kleinen Studie sind sich einig: Das Gehirn spielt seinem Besitzer einen Streich und projiziert eine hellblaue Fläche auf die Wand. Mit dieser Erkenntnis und einer kurzen Einführung in die Farblehre mit den Grund- und deren Komplementärfarben sind die Besucher gerüstet für den Rundgang durch die Ausstellung.

Aktionen wie diese machen die Nacht der Museen jedes Jahr aufs Neue zu einem spannenden Erlebnis. Mit dem Kauf eines Tickets zum Preis von 5 Euro, erhielten die Besucher am Samstag ab 18 Uhr Einlass in sieben Oldenburger Museen. Neben dem Zugang zu aktuellen Ausstellungen gab es zahlreiche Mitmach-Aktionen, bei denen die Besucher einmal selbst in die Fußstapfen der Künstler und Forscher treten konnten.

Während Minou (7 Jahre) im Horst-Janssen-Museum an einer kunstvoll gestalteten Streichholzschachtel arbeitet, übt sich die zehnjährige Miray am Landesmuseum für Natur und Mensch im Bogenschießen. „Die Mitmach-Aktionen werden jedes Jahr sehr gut angenommen“, freut sich Ausstellungsvermittlerin Melanie Robinet vom Horst-Janssen-Museum. „Wir versuchen dabei immer auch eine thematische Verknüpfung zur aktuellen Ausstellung herzustellen.“ So hat bereits Horst Janssen kleinen Streichholzschachteln in einem seiner Werke („der Morgen“, „der Mittag“, „der Abend“, 1974) ein Innenleben verpasst und die Nachwuchs-Künstler tun es ihm an diesem Abend gleich.

Die thematische Vielfalt der Oldenburger Museen lässt die Besucher innerhalb weniger Stunden in ganz unterschiedliche Bereiche hinein schnuppern. Von Natur über Malerei bis hin zu komplexen Installationen im Edith-Russ-Haus und der Geschichte des Spiele-Klassikers Tetris im Computermuseum ist alles dabei. Neben den klassischen Exponaten erwecken auch digitale Inhalte das Interesse der Besucher.

Das Landesmuseum für Kultur und Mensch bietet über die App „Google Arts & Culture“ einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung an. Volontärin Frieda Russell ist mit dem Besucherandrang zufrieden. „Letztes Jahr waren etwas 1600 Menschen allein bei uns im Schloss und dieses Jahr werden es sicher mindestens genauso viele. Ich habe das Gefühl, dass heute auch auffallend viele jugendliche Besucher da sind. Mit dem digitalen Angebot können wir auch dieser Zielgruppe etwas Neues bieten. Wobei die VR-Brillen auch bei Kindern und Erwachsenen gut ankommen.“

Bis 24 Uhr standen die Türen der Museen offen. Die Abschlusspartys im Museumsgarten und im Schlosssaal bildeten einen gelungenen Ausklang für einen kulturreichen Abend.

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