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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Sessionseröffnung In Oldenburg: Helau? Och nö! – Darum bricht die fünfte Jahreszeit verspätet ein

07.11.2018

Oldenburg Naaaa, wolle mer se reinlasse? Och nö. Eigentlich ungern ... Der Oldenburger an sich geht zum Karneval ja für gewöhnlich in den Keller. Aber nicht mal dort kommen die hiesig organisierten Jecken an ihrem zweitwichtigsten Jahres-Feiertag hin. Denn der 11.11. fällt diesmal auf einen Sonntag, die traditionelle „Stürmung“ des Rathauses damit aus.

Drohende Konfettischübe

Dabei gäbe es doch kaum einen besseren Wochentag, das hohe Haus einzunehmen und die sonst täglich so viele Bürger frustrierende städtische Ordnung auszusetzen, gleichsam die Monarchie nach des Prinzen Gnaden auszurufen – könnte man zumindest meinen! Zwei Dinge sprechen allerdings gegen diese hundsgemein heimtückische Form der revolutionären Machtübernahme.

Erstens: Bürgermeisterin Petra Averbeck wartet am Montag mit Sekt, Schnittchen und warmen Worten im Großen Saal des Alten Rathauses auf die Karnevalisten – und das will sich natürlich keiner der Beteiligten durch die weiß behandschuhten Finger gehen lassen. Und zweitens ... ach nein. Doch nur Sekt und Schnittchen. Was das Rathausstürmchen für die wackeren Rot-Blauen tags drauf aber vielleicht doch noch etwas attraktiver macht, sind all die Menschen, die sich am Morgen durch die Innenstadt bewegen und so vielleicht ja auch ein klitzekleines bisschen vom närrischen Virus anstecken lassen mögen.

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Das war zugegebenermaßen in den vergangenen Jahren, ja vielmehr Jahrzehnten, eher selten von Erfolg gekrönt. Die Oldenburger werden schließlich von Kindheit an mit Grünkohl gegen latent drohende Konfettischübe und brummschädelartigen Kokolores immunisiert. Wer sich aber einmal eine schlimme Karnevalitis eingefangen hat, der muss dann halt sein Leben lang mit den Folgen der Ansteckung zurecht kommen. Der Oldenburger Geert Haase ist einer von ihnen. Seinem Schicksal hat sich der gute Mann vor langer Zeit schon ergeben. Nach anfänglichen Irrungen und Wirrungen hat er sich der Expertise in eigener Sache gestellt, wurde so zum Präsidenten der einzigen Oldenburger Selbsthilfe-Vereinigung namens „Karnevalverein Blau-Rot Oldenburg e.V.“ Unterstützung und Austausch werden dort angeboten. Gerade in der dunklen Jahreszeit zwischen Anfang November und Aschermittwoch (diesmal Anfang März) steigt die Zahl der Zusammenkünfte sprunghaft an, die der Mitglieder aber nicht. Die Gruppe ist offen, doch nur selten finden Neu-Betroffene den Weg hinein. In diesem Jahr ist vieles anders, das wird auch der Rathaussturm zeigen. Der jahrelang so erprobte „Verhandlungsführer“ Hanfred Poppe wird diesmal lediglich als Ausbilder (Adjutant) fungieren – Prinz Reinhold Wulf und Lieblichkeit Gisela werden sich erstmals den Stadtoberen zur mehr oder minder freiwilligen Schlüsselübergabe stellen.

Angriff aufs Herz

Für Haase ist das kein Problem, im Gegenteil. Er hofft vielmehr, dass der üblicherweise lautstarke Marsch durch die Innenstadt ja noch den ein oder anderen Passanten im Herzen erwischen und so zum Lächeln bringen mag. Und das bitteschön freudig, nicht abwertend – denn so wenig das Thema Karneval hier im hohen Norden auch die Gemüter spalten, ja überhaupt bewegen mag, so sehr muss man den Blau-Roten immer und immer wieder ein- und zugestehen: Diese Handvoll Karnevalisten zieht einfach ihr Ding durch und macht Spaß. Sich selbst – und vielleicht ja auch anderen. Falls es da draußen also noch jemanden geben mag, der ausbrechen will: „Wer Lust hat und sich gerne mal kostümiert, kann sich gerne unserem Marsch zum Rathaus anschließen“, sagt Haase, und: „Drei Mal Oldenburg Helau!“

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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