• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Oldenburg: Sommer bringt mehr Verlierer als Sieger

07.08.2012

OLDENBURG Wann wird’s mal wieder richtig Sommer, ein Sommer wie er früher einmal war? Was Rudi Carrell in seinem bekannten Schlager schon 1975 fragte, beschäftigt auch in diesem Jahr die Einwohner, vor allem aber auch die Geschäftsleute in Oldenburg. Wechselhafte Temperaturen oder Starkregen bringen in erster Linie viele Verlierer.

Weniger Laufkundschaft

„Schlechtes Wetter, keine Kundschaft“, bringt es Jennifer Martens, Angestellte im Franziskaner am Waffenplatz, auf den Punkt. Der Biergarten mitten in der Innenstadt – eigentlich ein beliebtes Ziel vieler Oldenburger – sei in diesem Jahr zu häufig leer geblieben. Die Leute würden durch die wechselhafte Witterung viel vorsichtiger in der Planung werden, zudem falle das Laufpublikum weg. „Da ist man als Gastronom machtlos. Das ist schon deprimierend“, sagt die Studentin, die als Aushilfe im Franziskaner jobbt. Die wenigen heißen Tage seien „sehr gut verlaufen“, die Oldenburger hätten das Wetter genutzt. Dennoch: „Der Umsatz ist deutlich geringer als sonst im Sommer.“

„Die Kunden kommen weniger als in den letzten Jahren“, berichtet auch Gino vom Eiscafé Florenz am Julius-Mosen-Platz. Wie bei den Biergärten fallen jene Gäste weg, die sich während oder nach einer Einkaufstour auf die Terrasse in die Sonne setzen, um ein leckeres Eis oder ein kaltes Getränk zu genießen. „Aber es wird bestimmt noch besser“, gibt der Chef des Florenz die Hoffnung auf einen warmen Spätsommer noch nicht auf.

Aber: Es gibt auch einen Gewinner. Die Buchläden verkaufen mehr Krimis, Romane oder Komödien als bei warmen Temperaturen. „Wir sind da gegen den Trend. Wenn es kälter und nasser ist, greifen die Oldenburger schneller zum Buch und verkriechen sich damit unter die warme Decke“, berichtet Annette Hinse, Sortimentsleiterin bei Bültmann & Gerriets in der Lange Straße.

Dass es in diesen Wochen in vielen Oldenburger Kleidungsgeschäften wieder mal „Alles muss raus“ und „50 Prozent auf Sommerware“ heißt, hält Holger Klar, Abteilungsleiter von Bruns Männermode in der Haarenstraße, für normal. „Das schlechte Wetter im April hat für uns negative Auswirkungen gehabt, ansonsten ist das Sommergeschäft im Vergleich zu den letzten Jahren in Ordnung gewesen“, berichtet Klar.

Kinobesuch filmabhängig

Für zwei Unternehmen hat das „Mistwetter“ indes nicht die eventuell erwarteten Auswirkungen. So berichtet Andreas Monse, Chef der Fleischerei Monse in der Mottenstraße, dass Bratwürste, Nackensteaks oder Putenfilets genauso beliebt waren wie in den vergangenen Jahren. „Der Oldenburger grillt gerne, und nutzt dabei jede Gelegenheit“, erzählt Andreas Monse. Die Verkaufszahlen seien konstant geblieben, die warmen Tage intensiv genutzt worden.

Dass durch mehr Regen auch mehr Besucher in das Cinemaxx Kino am Stau geströmt seien, verneint Pressesprecher Arne Schmidt: „Wir sind nicht wetter-, sondern filmabhängig.“ Familien würden zwar schneller kommen, wenn Ausflüge unter freiem Himmel wegfallen, ansonsten aber sei allein die Qualität der Kinostreifen entscheidend.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2033
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.