• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Jetzt fehlt noch die Garderobe

27.08.2018

Oldenburg Musik, Licht, Konfetti – ein bisschen Inszenierung darf bei einer Einweihung schon sein; zumal wenn es um ein Theater geht. Bis zum Ende der Eröffnungsfeier im Kleinen Haus verborgen blieb den Gästen das neugestaltete Foyer im ersten Stock. Dann öffneten sich die Türen, und mit Ah! und Oh! strömten die Besucher in den neugestalteten Raum.

Das Theaterfoyer ist zwar nur ein Teil der umfangreichen Bauarbeiten, die im Grunde dem Brandschutz geschuldet waren. Doch den Besuchern, die nun in die Vorstellungen kommen, wird vor allem dieser Raum ins Auge fallen. Statt an den zwei zylindrischen Theken finden die Gäste zum Verzehr Platz an einem geschmackvollen langen Tresen aus Holz an der Wand. Der Teppich ist einem Lamellenparkett gewichen, die Raum wirkt höher durch eine neue Decke. Die Treppenhaus-Brüstung ist aus Glas statt aus Beton und ein paar Zentimeter in Richtung der Treppe gewandert.

„Es sollte ein Raum mit einer neuen Qualität entstehen“, erläuterte Volker Droste von der Architektengesellschaft Droste, Droste & Urban den Auftrag. Und nicht nur nach dem Urteil von Intendant Christian Firmbach ist das Unterfangen rundum gelungen. Auch Kulturminister Björn Thümler (CDU), Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Marc Grandmontagne, der Direktor des Deutschen Bühnenvereins, lobten den Umbau in höchsten Tönen. Klaus Wieting, der Leiter des federführenden Staatlichen Baumanagements Ems-Weser, mochte das Lob, bei diesem Projekt seien Zeit- und Kostenvorgaben eingehalten worden, nicht unkommentiert stehen lassen. Dies gelinge bei 80 Prozent der Projekte, gesprochen werde aber leider vor allem über die 20 restlichen Prozent.

Wie herausfordernd bauen in einem Gebäude wie dem Staatstheater ist, hatte ein unerwarteter Asbest-Fund im Foyer gezeigt. Vier der sechs Wochen, die durch die Verlagerung des Theaterbetriebs an den Hafen gewonnen worden waren, seien für die Schadstoffsanierung draufgegangen, berichtete Architekt Droste. Zusammen mit vorangegangen Bauabschnitten hat das Land zwischen 2011 und 2019 rund 30 Millionen Euro in das Staatstheater investiert.

So einhellig das Lob für das neue Foyer am Freitagabend ausfiel, so sind dennoch Wünsche offen. Im Vergleich mit der Beletage fällt nun der Unterschied zu Eingangsbereich und Garderobe um so stärker ins Auge. Intendant Firmbach äußerte die Hoffnung und Bitte an die Geldgeber, im nächsten Jahr auch diesen Bereich, der im Wesentlichen aus den 1970er-Jahren stammt, anpacken zu können. Und augenzwinkernd fügte Firmbach bei de Feier im Kleinen Haus dazu, auch „die Stühle, auf denen sie sitzen, sind zum Teil nicht mehr bequem und knarren.“ Auch aus der Einweihung dieses Raums würde Firmbach, sicher wieder ein schönes Fest machen.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.