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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„Ein bisschen mehr Unschuld dürfen wir“

24.11.2018

Oldenburg Was genau bedeutet eigentlich der Begriff „Heimat“, für den es in manchen Sprachen gar keine Entsprechung gibt? Darüber unterhielten sich am Donnerstagabend, 22. November, die vier geladenen Gäste im Café Kurswechsel der VHS.

Darunter Thorsten Neumann, Initiator des Internationalen Filmfests Oldenburg, der eine Lanze für den Nationalstolz brach: „Ein bisschen mehr Unschuld dürfen wir schon haben“. Erstaunlich umso mehr, da sich der Kosmopolit selbst als heimatlos beschreibt und zwischen Oldenburg, Berlin und Los Angeles pendelt. Gleicher Meinung ist Thorsten Sieverding: „Wir haben einen Fahnenmast im Garten, wo ab und an die Deutschlandflagge gehisst wird – also ich finde trotz unserer Vergangenheit dürfen wir auch stolz auf unser Land sein“, gibt der Organisator des CSD Nordwest zu. „Das hat nach der WM 2006 eine Umdeutung erfahren – seitdem ist es ja überhaupt erst wieder in Ordnung Fahne zu zeigen“, findet Annie Heger, die für eine rege Diskussionskultur zu der Thematik eintritt: „Nur durch die Diskussion hat man die Chance, sich damit und sich selbst zu beschäftigen.“

Nach vorheriger Aufforderung von Moderator Lars Reckermann, Chefredakteur der NWZ, einen Gegenstand mitzubringen, der Heimat symbolisiert, brachte Sieverding seine Eintrittskarte für das Schützenfest in Wennigloh mit. Auch nach 25 Jahren als Oldenburger zieht es ihn jedes Jahr in seine gebürtige Heimat im Sauerland zurück. „Das muss sein, allein wegen der ganzen alten Freunde, die ich dann wiedersehe!“

Einen Gegenstand aus einer weit entfernten Heimat hatte Sachiko Szyszka dabei. Die Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Nordwest zu Oldenburg zeigte dem Publikum eine kleine japanische Puppe, die ursprünglich ihrer Mutter gehörte. „Ich bin am Meer aufgewachsen, und es hat mich schon als Kind hinaus in die Welt getrieben. Doch meine Heimat ist auch nach 45 Jahren Japan geblieben – da wo ich geboren und aufgewachsen bin“, erzählt Szyszka.

Einig war man sich darin, dass Heimat viele Dimensionen haben kann: darunter eine sprachliche, eine geografische, eine kulinarische und eine soziale. Wer nicht an der Talkrunde teilnehmen konnte, kann sich diese am Freitag, 30. November, oder am Samstag, 1. Dezember, ab 20.15 Uhr im Fernsehsender Oldenburg Eins anschauen.

Daniel Schumann Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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