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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Theaterstück In Oldenburg: O Romeo! Warum denn Romeo?

02.03.2019

Oldenburg Fragt man den Dramaturgen Marc-Oliver Krampe, ob man mit einer werkgetreuen Inszenierung bei der aktuellen „Romeo und Julia“-Produktion des Oldenburgischen Staatstheaters rechnen kann, entgegnet er: „Shakespeare schreit danach, dass man als Regisseur zupacken muss!“ Und das kann er auch hervorragend begründen. Denn einerseits kann man aufgrund der unklaren Quellenlage gar nicht von Werktreue reden, weil man gar nicht weiß, was das Werk überhaupt sein soll.

Die erhaltenen Texte sind ungenau und ihre Herkunft ungewiss. Das liegt daran, dass zu Shakespeares Zeiten Originale nur einmal handschriftlich angefertigt wurden. Selbst die Schauspieler bekamen nur Teile, die ihre Rolle betrafen, ausgehändigt. Das hatte ganz einfach eine Schutzfunktion, da überall abgeschrieben wurde. Andererseits wurde im elisabethanischen Theater und gerade von Shakespeare sehr frei mit den Stücken umgegangen. Während der Proben und teilweise noch während der Aufführungen wurde umgeschrieben und improvisiert. „Daher ist der Stoff umso dankbarer, ihn zu uns heute in Beziehung zu setzen. Das finde ich spannend“, erklärt Krampe seine Begeisterung für die Arbeit mit Shakespeare-Stücken.

Termine

RESTKARTEN: Das Stück feiert am 2. März um 19.30 Uhr Premiere im Großen Haus. Es sind noch Restkarten erhältlich. Weitere Termine sind u. a. am 24. März um 15 Uhr und am 2. April um 19.30 Uhr. In dieser Spielzeit ist die letzte Vorstellung am 16. Juni.

Als Basis für die Inszenierung haben Regisseur Karsten Dahlem und Krampe das elisabethanische Weltbild gewählt. Es geht von einer göttlichen Grundordnung aus, die sich immer von selbst wiederherstellt. Mit unserer heutigen Erfahrung wissen wir, dass es nicht so ist. Kampf, Krieg, Unordnung und Zerrissenheit reihen sich aneinander und Zeiten der Ordnung gibt es schon lange nicht mehr.

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Im Falle von „Romeo und Julia“ hat Shakespeare einen versöhnlichen Schluss gewählt. Auch wenn die beiden sterben, versöhnen sich die beiden verfeindeten Familien über dieses tragische Ereignis und die göttliche Grundordnung ist somit wiederhergestellt. „Das wird bei uns nicht so sein, so viel kann ich verraten“, berichtet Krampe. Es wird überhaupt zu einigen Umstellungen kommen, was Figurenkonstellation, Szenenfolge und Text betrifft.

Eine weitere wichtige Rolle bei der Inszenierung spielt die Musik und somit der Komponist und musikalische Leiter Hajo Wiesemann, der in Oldenburg immer mit Karsten Dahlem zusammenarbeitet. Diesmal haben sie sich, was ihre gemeinsamen Produktionen betrifft, auf musikalisches Neuland gewagt. Haben sie sonst immer eine Rock- oder Popband in ihre Inszenierungen eingebaut, werden es diesmal vier Streicher und ein Schlagzeuger sein. Wiesemann „hört“ bereits beim Lesen eines Stückes Musik, und der Text von „Romeo und Julia“ ließ genau diese ungewöhnliche Kombination von Instrumenten in seinem Kopf erklingen.

Auch die Bühne wird für Überraschungen sorgen. Sie verändert sich sehr stark und wird in verschiedenen Zuständen zu sehen sein: Von sehr rein bis hin zu völlig dekonstruiert und kaputt. Am Ende wird Wasser eine so große Rolle spielen, dass die Schauspieler sogar Neoprenanzüge unter ihren Kostümen tragen müssen.

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