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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Als „Dr. No Bullshit“ liest er James Bond die Leviten

15.08.2018

Oldenburg Ein Moment Stille vergeht im dunklen Saal des Casablanca-Kinos. Nervös blinzelnd hat Torsten Neumann, Chef des Oldenburger Filmfests, gerade in betont holzigem Englisch die Grundpfeiler des Festivals erklärt: „Comedy, Thriller, Revenge und Exploitation“, frei übersetzt: Komödie, Thriller, Rache – und Low-Budget-Filme.

Die Ansage kommt von der Leinwand des Kinos, Neumann ist für den offiziellen Trailer zur 25. Ausgabe seines Festivals in die Rolle des Bond-Bösewichts „Dr. No Bullshit“ geschlüpft. Sean Connery als originaler Bond darf die Stichworte liefern. Die Bond-Familie hat abgesegnet, dass Neumann das originale Filmmaterial für diesen selbstironischen Clip verwenden darf.

Die Weltherrschaft ist im Jubiläumsjahr also das erklärte Ziel der Filmfest-Organisatoren. Stärkste Waffe ist das Programm, das in der Zeit vom 12. bis zum 16. September wieder große und kleine Filme und Namen in Oldenburg versammelt. Zu den größeren gehört sicher Regisseur Alan Rudolph, der bei Großmeister Robert Altman gelernt und später selbst feine Filme wie „Tödliche Gedanken“ mit Bruce Willis und Demi Moore oder „Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis“ mit Jennifer Jason Leigh gedreht hat. Neumann ist guter Dinge, dass Rudolph mit seinem Star Keith Carradine den neuen Film „Ray Meets Helen“ in Oldenburg vorstellen wird.

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Eine weitere, gar nicht so geheime Waffe bringt Neumann mit „Mandy“ in Position, ein US-Film zwischen Thriller und Horror, der als „Überflieger der Festival-Saison“ (Neumann) bereits das Sundance-Publikum überzeugt haben soll. Für genau diesen Genremix gibt es in diesem Jahr einen neuen Preis für den besten Film der Kategorie Midnite Xpress.

Hier gibt es Karten zum Filmfest

Das Filmfest findet vom 12. bis 16. September an mehreren Spielstätten in Oldenburg statt.

Karten gibt es im Onlinevorverkauf ab 31. August zu kaufen. Der Vorverkauf in der Bauwerkhalle am Pferdemarkt startet am 3. September. Karten für die Eröffnung gibt es online bereits ab dem 24. August.

Eine neue Website gibt Übersicht auf das Programm,Tickets und mehr:

   

   www.filmfest-oldenburg.de

Russland (ausgerechnet!) ist diesmal übrigens ein wichtiger Verbündeter. „Das russische Kino entwickelt sich in eine Richtung, die man so gar nicht erwartet hat“, erklärt Torsten Neumann. Die Filmfest-Beiträge „Unforgiven“ und „Temporary Difficulties“ nennt er „irrsinnig intensiv“. „Unforgiven“-Regisseur Sarik Andreasyan, der zuletzt mit „Guardians“ einen großen Erfolg gefeiert hat und gerade Fuß in Hollywood fasst, wird seinen Film über die Flugzeugkatastrophe von Überlingen selbst in Oldenburg vorstellen.

Das sind nur einige von vielen Festivaltipps, die Neumann am Dienstag vorgestellt hat. Es dürften weitere Perlen unter den Filmen und einige Stars in der Hinterhand sein, auf die sich das Oldenburger Publikum freuen darf. „From Oldenburg with Love“ lautet deshalb auch der Titel des Trailers, der bundesweit auf mehr als 100 Leinwänden zu sehen sein wird. Eine Invasion zum Liebhaben – das also soll das Jubiläumsfestival werden.

Timo Ebbers
Ltg.
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2151

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