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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

So kreativ war der Internationale Museumstag in Oldenburg

20.05.2019

Oldenburg Mit kreativen Mitmachideen fesselten die Oldenburger Museen am „Internationalen Museumstag“ ihr Publikum. Trotz zumindest bis zum Gewitter besten Wetters fanden viele Menschen am Sonntag den Weg ins museale Leben Oldenburgs. Bei freiem Eintritt.

Matthias Schwethelm zeigte zum Thema „Natur schöpfen“ im Horst-Janssen-Museum, wie man aus Zweigen des Japanischen Knöterichs, der auch Plageknöterich genannt wird, Papier schöpfen kann. Das heißt, er steht im Garten des Museums und schnippelt die Zweige klein, kocht sie zwei Stunden lang in Pottasche, bis eine braune breiige Masse entsteht. Immer wieder wird die Masse zerkleinert, dann geschöpft, und es entsteht letztlich ein naturfarbenes Papier. Der Hand-Papiermacher betreibt eine Papiermanufaktur in Fürth (Bayern). Oben im Horst-Janssen-Museum zeigt Sandrine Teuber Luka (9) und seiner Mutter Melanie Robinet, wie das geht mit dem Papierschöpfen. Lukas ist fasziniert wie aus einer breiigen Masse feines Papier entstehen kann. Als das meiste Wasser den Schöpfrahmen verlassen hat, wird er noch einmal auf die Spitze gehalten, damit auch der Rest an Wasser ablaufen kann. Die übrig gebliebene Masse wird auf ein Tuch gelegt und jetzt geht es unter die Presse. Hier soll der Neunjährige nun so lange pressen, bis auch der letzte Rest an Wasser verschwunden ist. Zum Schluss wird das Papier getrocknet und ist bereit, beschriftet zu werden. Einige Museumsbesucher haben vorher noch Lavendelblüten untergemischt und bekommen dadurch zusätzlich einen schönen Farbtupfer aufs Papier.

Im Oldenburger Schloss gibt Graf Anton Günther höchst selbst bei einer Kostümführung Einblicke in seine Regierungszeit und lässt die Traditionen am Oldenburger Hofe lebendig werden. Im Schlosshof hat Eva-Maria Evers einen Tisch aufgebaut und zeigt die Technik der Cyanotypie, als fotografisches Druckverfahren, inzwischen von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Rike (4) und Emma (6) sind eifrig dabei, Buchstaben und Gegenstände auf ein chemisch behandeltes Blatt Papier kunstvoll anzuordnen. Und siehe da, durch die Lichteinwirkung entsteht ein kleines Kunstwerk, das die Gegenstände hervorbringt.

Auch im Kunstverein wird reichlich „geschnippelt“. Mit Blick auf die im Kunstverein ausgestellten Werke von Tamina Amadyar und Anna Fasshauer versuchen die Kunstvermittlerinnen Sonja Behmann und Vanessa Reis den Gästen zu zeigen, wie man das Zerlaufen von Farben auch mit Papierelementen darstellen kann. Immer nur zwei Farben. Ein spannendes Spiel. Sie regen große und kleine Besucher an, aus Alufolie kleine Skulpturen zu basteln. „Besonders von Familien spüren wir ein großes Interesse, gemeinsam etwas zu schaffen“, so Reis.

Natürlich darf im 100. Jahr der Gründung des „Bauhauses Weimar“ eine Ausstellung über „Das Bauhaus in Oldenburg“ nicht fehlen. Vier Künstler aus Oldenburg brachen damals auf, um die freiheitlichen und innovativen Ideen der Bauhauskünstler kennenzulernen. „Zwischen Utopie und Anpassung“ heißt die Ausstellung im Augusteum. Im Prinzenpalais konnten die Besucher die künstlerischen Praktiken des Expressionismus näher kennenlernen. Im Zentrum der Kabinettschau stehen die in der frühen Nachkriegszeit entstandenen Lithografien von Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) unter der Überschrift „Formen, Farben, Furioses“.

Beim Archäologiequiz im Landesmuseum Natur und Mensch konnte man bedeutende archäologische Objekte der Region entdecken. Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst bot drei öffentliche Führungen durch die aktuelle Ausstellung „Red Umbrella Struggles“. Die Schau möchte durch Dialoge mit Sexarbeitenden ein besseres Verständnis für das schwierige Thema entwickeln. Die Veranstalter zeigten sich durchweg Zufriedenheit mit dem Tag. Sie konnten mal wieder zeigen, dass Oldenburg eine Kulturstadt ist, die zwar noch wachsen kann, aber bereits in vielen Bereichen einmalig ist.

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