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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Virtueller Gottesdienst: Die Welt sucht ein Gegenmittel – Predigt unter freiem Himmel

04.04.2020

Oldenburg Die Sonne scheint, Vögel zwitschern und die gekräuselte Wasseroberfläche der Hunte glitzert. Martin Dammann, Pastor der freien evangelischen Gemeinde Oldenburg, steht am Ufer. Ein Radfahrer fährt mit einem Lastenrad vorbei und grüßt mit einem Nicken. Normalerweise findet der Gottesdienst seiner Gemeinde sonntags im Gymnasium Eversten statt. Doch auch die Schulen sind aktuell geschlossen. Ein Treffen mit rund 80 Menschen nicht möglich. Also weicht der Pastor auf die Natur aus.

Haben sich für den Gottesdienst an der Hunte getroffen: Pastor Martin Dammann (von links), und die Musiker Jens Gieske, Kirsten Nöding sowie Jan Sören Schwarz. (Bild: Sascha Stüber)

Dafür hat der Pastor ein Pult mitgebracht, auf das er seine Texte platziert. Kleine Steine dienen als Befestigung bei kleinen Windböen.

Neben dem Pult sitzen drei Gemeindemitglieder. Auch sie halten Abstand. Sängerin Kirsten Nöding und Gitarrist Jens Gieske haben es sich auf grünen und roten Sitzsäcken gemütlich gemacht. Cajonist Jan Sören Schwarz hat auf seinem Instrument Platz genommen.

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Die Predigt

Hält die Predigt: Martin Dammann, Pastor der freien evangelischen Gemeinde Oldenburg (Bild: Sascha Stüber)

von Martin Dammann

Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen

„Die ganze Welt sucht ein Gegenmittel. Ein Gegenmittel für ein tödliches Virus. Es wird an einem Impfstoff geforscht. Ebenso an einem geeigneten Medikament zur Behandlung. Optimierte Testverfahren sollen die Diagnosen beschleunigen. Das alles kostet Zeit. Zeit, die wir teuer bezahlen. Wir bezahlen mit Geld, Kurzarbeit und gesellschaftlichem Leben.

Der dreieinige Gott stand vor einer ähnlichen Herausforderung. Seine geliebten Geschöpfe hatten sich mit einem tödlichen Virus infiziert. Alle Versuche der Menschheit, sich selbst zu retten, scheiterten kläglich. Ein Gegenmittel war unerreichbar und unbezahlbar. Gott entschied sich einzugreifen. Diese Rettungsaktion kostete ihn einen unglaublichen Preis. Er verließ den Himmel und begab sich als Mensch in eine infizierte Welt. Er opferte sein Leben für ein Gegenmittel.

Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Rom: „Gott ist für uns; wer kann uns da noch etwas anhaben? Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben.“

Gott hat unmissverständlich klargestellt: „Ich bin für dich.“

Was löst diese Aussage bei Ihnen aus? „Ich bin für dich.“

Wie fühlt sich das an? Für mich, nicht gegen mich.

Gottes Liebe zu den Menschen machte das Unerreichbare greifbar, das Unbezahlbare kostenlos.

Paulus schreibt weiter: „Was kann uns da noch von Christus und seiner Liebe trennen? Not? Angst? Verfolgung? Hunger? Entbehrung? Lebensgefahr? Das Schwert?“

In der aktuellen Krise treffen viele der Beispiele auch auf uns zu. Für die Gemeinde in Rom und die Menschheit sind sie keine Unbekannten. Hunger, Entbehrung und im schlimmsten Fall der Tod bedrohen unser Leben. Diese Bedrohungen sind real und wir bekommen ihre Kraft in diesen Tagen zu spüren. Aber Paulus schränkt ihre Macht ein. Eins können sie uns nicht nehmen. Sie können uns nicht den Zugang zu Jesus Christus und seiner Liebe nehmen.

Wir stehen kurz vor Ostern. Jesus Christus hat bewiesen, dass er der Herr über Leben und Tod ist. Wenn wir uns an ihm und seiner Liebe festklammern, verlieren die Bedrohungen ihre Macht. Wir nehmen sie ernst. Wir sind aufgefordert, als Gesellschaft füreinander einzustehen. Aber das Fundament eines Christen bleibt die Liebe Gottes, die jede Angst vertreibt.

Ich erlebe es als großes Privileg, mit Jesus Christus verbunden zu sein. Er gibt mir Halt und Sicherheit. Er nimmt mir die Angst, selbst vor dem Tod. Egal, ob ich an den Folgen einer Covid-Infektion oder eines anderen Todes sterben werde. Ich weiß, ich bin mit dem Herrn über Leben und Tod verbunden.

Deshalb kann ich aus vollem Herzen in das Bekenntnis von Paulus mit einstimmen.

Ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch gottfeindliche Kräfte, weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Jesus Christus verließ den Himmel und begab sich als Mensch in eine infizierte Welt. Er opferte sein Leben für ein Gegenmittel.

Es liegt an Ihnen, sich an Jesus Christus und seiner Liebe festzumachen.

Ich lade Sie ein, dies in einem Gebet zu tun.“

Das Gebet

Spricht das Gebet: Martin Dammann (Bild: Sascha Stüber)

„Jesus Christus, ich habe Angst. Das Coronavirus und andere Schicksalsschläge bedrohen meine Existenz. Ich habe heute gelesen, dass du für mich bist. Du hast dein Leben für mich geopfert. Ich möchte mich an dir und deiner Liebe festmachen. Bitte schenke mir die Gewissheit, dass mich nichts von deiner Liebe trennen kann.

Amen

Unser Vater im Himmel, du siehst die Nöte in unserem Land und auf der ganzen Welt. Du nimmst uns in die Verantwortung mit hinein, der Not zu begegnen. Dein Sohn Jesus Christus hat uns gezeigt, was es bedeutet, füreinander da zu sein.

Bei all der Not, gerade jetzt in Zeiten der Pandemie, stoßen wir an unsere Grenzen. Nicht nur die Opfer des Coronavirus, auch die vielen Menschen, die ihr Zuhause aufgrund von Kriegen verlassen müssen, die an Hunger sterben oder unterdrückt werden, schreien nach Hilfe.

Darum bitten wir: Herr, erbarme dich.

Amen“

Das Lied

Echo

Spielen gemeinsam das Lied: Jens Gieske (von links), Kirsten Nöding und Jan Sören Schwarz – alle drei sind auch Gemeindemitglieder (Bild: Sascha Stüber)

[Vers 1]

Aus Angst vor morgen,

aus Furcht und Sorgen

rufst du mich heraus.

Wenn Glaube schwindet

und Hoffnung endet,

bleibst du mein Zuhaus.

[Pre-Chorus]

Wenn ich denk, ich bin nicht gut genug,

bist du genug für mich.

Ich entscheid mich, ich vertrau auf dich.

Du lässt mich nicht im Stich.

Du lässt mich nicht im Stich.

[Chorus]

Die Sängerin: Kirsten Nöding (Bild: Sascha Stüber)

Herr, deine Liebe hält mich, lässt mich nie los.

Sie bleibt bei mir, hallt in mir wie ein Echo.

Herr, deine Liebe hält mich, lässt mich nie los.

Sie bleibt bei mir, hallt in mir wie ein Echo,

wie ein Echo, oooh.

[Vers 2]

Zu allen Zeiten

wird mich begleiten,

was du mir versprichst.

Was du geplant hast,

das wird geschehen,

bis es vollendet ist.

[Alexander Pappas | Arne Kopfermann | Chris Brown | Israel Houghton | Matthews Thabo Ntele | Sara Lorenz-Bohlen | Steven Furtick
© 2018 Music by Elevation Worship Publishing (Verwaltet von Essential Music Publishing LLC)
SHOUT! Music Publishing Australia (Verwaltet von Universal Music Publishing Ltd)

Der Segen

„Der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, wache über euren Gedanken und bewahre euch in eurem Innersten – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid. Amen“

Dem Predigttext liegt folgender Bibeltext zugrunde (Römerbrief 8,31-39: Neue Genfer Übersetzung)

31 Was können wir jetzt noch sagen, nachdem wir uns das alles vor Augen gehalten haben? Gott ist für uns; wer kann uns da noch etwas anhaben? 32 Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben. Wird uns dann zusammen mit seinem Sohn nicht auch alles andere geschenkt werden? 33 Wer wird es noch wagen, Anklage gegen die zu erheben, die Gott erwählt hat? Gott selbst erklärt sie ja für gerecht. 34 Ist da noch jemand, der sie verurteilen könnte? Jesus Christus ist doch ´für sie` gestorben, mehr noch: Er ist auferweckt worden, und er ´sitzt` an Gottes rechter Seite und tritt für uns ein. 35 Was kann uns da noch von Christus und seiner Liebe trennen? Not? Angst? Verfolgung? Hunger? Entbehrungen? Lebensgefahr? Das Schwert ´des Henkers`? 36 ´Mit all dem müssen wir rechnen,` denn es heißt in der Schrift: "Deinetwegen sind wir ständig vom Tod bedroht; man behandelt uns wie Schafe, die zum Schlachten bestimmt sind." 37 Und doch: In all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch den, der uns ´so sehr` geliebt hat. 38 Ja, ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch ´unsichtbare` Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch ´gottfeindliche` Kräfte, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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