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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Vorschau Aufs Programm: Das kommt beim Filmfest in Oldenburg auf die Leinwand

05.09.2019

Oldenburg Ein Stück des Glanzes der Filmwelt fällt in der kommenden Woche wieder auf Oldenburg ab. Vom 11. bis zum 15. September läuft das Filmfest. Das Programm steht inzwischen, der Vorverkauf hat begonnen. Auf dieser Seite stellen wir eine Auswahl der gezeigten Filme vor. Dazu verrät Filmfestleiter Torsten Neumann die Besonderheiten bei diesen Beiträgen.

Internationale Reihe

Hier laufen größere TV-Filme, aufwendigere Produktionen aber auch kleine Filme aus der ganzen Welt.

„Donnybrook“: Der junge Armeeveteran Jarhead Earl (Jamie Bell) raubt einen Waffenladen aus, um seine Startgebühr für das Donnybrook zu bezahlen – einen legendären, illegalen Boxkampf, bei dem der Gewinner mit 100 000 Dollar und einer Chance auf ein neues Leben nach Hause geht. Jarhead ist es gewohnt, seine Fäuste einzusetzen, er ist wie seine Kontrahenten einer der Vergessenen des amerikanischen Traums, wie so viele aus dem American Heartland. Das Turnier ist sein einziger Ausweg für sich und seine Familie, der letzte Funken Hoffnung auf ein kleines Stück vom Kuchen – und

so beginnt eine Reise durch das Hinterland Amerikas. Im Weg steht ihm Chainsaw Angus, der mit seiner Schwester Delia wie ein Handelsreisender des Todes Speed vertickt und jedem, der ihm im Weg steht, mit unvermittelter Gewalt begegnet. Und alle Wege führen zum Donnybrook-Turnier.

Das sagt der Filmfestchef: Ein düsterer Film über das Hinterland von Amerika, das wir sonst nicht so oft zu sehen bekommen.

Termine: Donnerstag, 12. September, 21.30 Uhr, Cine k/Studio; Samstag, 14. September, 23.45 Uhr, Cine k/Studi

„Patrick“: Ein Hammer fehlt in Patricks Schuppen. Der Mittdreißiger lebt mit seinen Eltern auf deren Nudisten-Campingplatz, den er gezwungenermaßen nach dem Tod des Vaters übernimmt. Doch ohne Vater und vor allem ohne seinen Hammer fühlt er sich verloren, allein, hilflos. Die Suche nach seinem Werkzeug verlangt den detektivischen Einsatz von Logik und Methodologie. Zwischen den vielen nackten Körpern, die alles preisgeben, muss er die Wahrheit erst noch aufdecken. Als sein Hammer dann auch noch für eine Verbrechen missbraucht wird, müssen schnell aus Ermittlung, nackte Tatsachen werden.

Das sagt der Filmfestchef:Ein todernster Film, der aber eine grandiose Komödie ist, weil all die Dramen sich mit nackten Protagonisten abspielen. Irrsinnig komisch.

Termine:Freitag, 13. September, 23.45 Uhr, Casablanca 2; Samstag, 14. September, 21.30 Uhr, Casablanca 2

Weitere Filme: Flucht durchs Höllental, Adamstown, Greener Gras, Angriff auf Wache 08 (Tatort), Happy Ending, Hearts and Bones, Initials S.G., Justice Dot Net, The Steed, The Projectionist, Was wir wussten – Risiko Pille, You Don’t Nomi, Wir wären andere Menschen, The Ghost of Peter Sellers, Blood & Flesh: The Reel Life & Ghastly Deathof Al Adamson, Dracula vs. Frankenstein

Independent Reihe

Hier schlägt das Herz des Filmfests: Kleine Produktionen, die oft mit wenig Geld produziert wurden und für unabhängiges Kino stehen.

„Cat Sticks“: Kalkutta, die Stadt der Freude und kulturelles Epizentrum Indiens. Doch, dass dies nur für diejenigen gilt, die Teil der Gesellschaft sind, zeigt sich bei Nacht, wenn die Dunkelheit die Straßen füllt. Die Sucht nach Brown Sugar und dem permanenten Rausch treibt Drogenabhängige durch die regnerischen Nächte Kalkuttas und an den missachteten Rand der Gesellschaft. Sucht, Gewalt, Verbrechen. Ein Teufelskreis. Wie ein Mosaik fügen sich ihre einzelnen Geschichten zusammen und ergeben das Porträt einer Nation. Die schwarz-weißen Chiaroscuro Bilder erzeugen eine nächtliche Realität diametral zum Kalkutta bei Tag, reißen eine Kluft zwischen gesellschaftlich akzeptiert und verstoßen.

Das sagt der Filmfestchef: Der Regisseur hat das selbst auch erlebt, viele seiner Freunde sind auf dieser Droge Brown Sugar ins Schleudern geraten. Irrsinnig schön gefilmt, teilweise mit Kiffer-Humor, aber auch mit poetischer Kraft.

Termine: Donnerstag, 12. September, 19 Uhr, Theater Hof 19; Samstag, 14. September, 21.30 Uhr, Theater Hof 19

„The Gasoline Tieves“:Der Mexikaner Lalo ist noch viel zu jung um seine Kindheit hinter sich zu lassen. Doch er muss erwachsen werden. Er will einem Mädchen aus seiner Schule, in das er hoffnungslos verknallt ist, ein Smartphone schenken, um sie für sich zu gewinnen. Dafür braucht er Geld. Als die „Huachicoleros“ ihm schnellen Verdienst versprechen, denkt er nicht lange nach und tauscht Kindheit gegen Pesos. Sein neuer Job ist simpel aber gefährlich. Nachts fährt er mit den „Huachicoleros“ hinaus zu den Ölfeldern und zapft die Leitungen an, holt sich das schwarze Gold direkt von der Quelle. In einem Mexiko in dem Ölknappheit herrscht, wird für jede Gallone bares Geld auf dem Schwarzmarkt bezahlt.

Das sagt der Filmfestchef: Ein Drama aus einem Mexiko, das komplett anders funktioniert als das, was wir kennen. Es ist eine gnadenlose, harte Geschichte vom Erwachsenwerden.

Termine:Donnerstag, 12. September, 16.30 Uhr, Cine k/Studio; Sonntag, 15. September, 14.30 Uhr, Cine k/Muvi

Weiter Filme:Lara, Bis die Welt einen Rand bekommt, Bruder Schwester Herz, Cuck, In Full Bloom, MOOP, Lillian, Swallow, Sequin In A Blue Room, Sons of Denmark

Midnite Express

Verrückt, abgedreht und auf jeden Fall besonders, das zeichnet diese Filme aus.

„The Science of Fiction“:Indonesien in den 60ern: Inmitten eines Staatsstreichs und einem von der Welt verborgenen Genozid stolpert Siman in einen geheimen Filmdreh. Die vorgetäuschte Mondlandung wird vor den Kameras inszeniert und Zeugen sind unerwünscht. Siman wird gezwungen, sich die Zunge abzubeißen, um seiner Verschwiegenheit gewiss zu sein. Traumatisiert baut er in seinem Garten eine Rakete nach und beginnt sich zu bewegen wie ein schwereloser Astronaut auf dem Mond.

Das sagt der Filmfestchef:Die Geschichte einer Traumabewältigung und ein kluger Film über die politischen Zustände in Indonesien. Es ist ein Erlebnis, den zu schauen.

Termine: Samstag, 14. September, 19 Uhr, Cine k/Muvi; Sonntag, 15. September, 16.30 Uhr, Cine k/Muvi

Weitere Filme:Depraved, Jesus Shows You the Way to the Highway, Magnetick Pathways, Tito

Tribute Seymour Cassel

Am 7. April dieses Jahres starb mit Seymour Cassel ein enger Freund des Filmfests. Das Festival ehrt ihn mit einem Sonder-Tribute.

„In the Soup“: Adolpho steckt ganz tief im Schlamassel, eben „in the soup“, als seine Vermieter ihm nach etlichen Monaten unbezahlter Rechnungen an den Kragen wollen. Seit langem hat er sein Lebenswerk, ein 500-Seiten starkes Drehbuch, in der Schublade liegen und nun ist er im Zugzwang.

Das sagt der Filmfestchef: Vielleicht die leichteste, schönste Indie-Komödie der letzten Jahrzehnte. Der Regisseur hat den Film jetzt restauriert und er wird wohl bei uns zum ersten Mal in Deutschland in dieser Fassung zu sehen sein.

Termin: Donnerstag, 12. September, 16.30 Uhr, Theater Hof 9.

Weiter Filme:Minnie and Moskowitz, Reach for Me

Tribute Burkhard Driest

Dem Autor und Darsteller Burkhard Driest ist das reguläre Tribute gewidmet.

„Die Verrohung des Franz Blum“: Der Versicherungsangestellte Blum kommt als ehrliche Figur in die harte Welt des Strafvollzugs der 70er Jahre und wird mit der hierarchischen und korrupten Struktur im Gefängnis konfrontiert. Schnell versteht er die Rangordnung und lernt, sie skrupellos für seine Zwecke zu nutzen.

Das sagt der Filmfestchef:Driest hat darin seine Erfahrung im Zuchthaus verarbeitet und einen Roman geschrieben. Es ist quasi der Startpunkt seiner Karriere als Künstler. Das ist deutsches Kino der 70er-Jahre und spannend, dies wiederzuentdecken.

Termin: Freitag, 13. September, 21.30 Uhr, Theater Hof 19

Weitere Filme:Paule Pauländer, Querelle, Annas Mutter

Kurzfilme

Kurz und knackig aber trotzdem sehenswert. Gezeigt werden sie als Vorfilme oder Kompakt zum Kinobrunch.

„Blue Hour“: Das Ende des Sommers ist zum Greifen nah. Die Freiheiten der besten Freundinnen Diane und Alice so gut wie vorbei. Ein letztes Abenteuer muss her. In dem gestohlenen Auto von Alices Bruder fahren sie ziellos, immer Richtung Horizont.

Das sagt der Filmfestchef: Die Geschichte einer Freundschaft und einer der schönsten Kurzfilme, die ich seit langem gesehen habe. Die Regisseurin Kahina Le Querrec ist ein spannendes Talent.

Termin:Sonntag, 15. September, 12 Uhr, Exerzierhalle (Sunday Shorts mit vier Kurzfilmen

Weitere Filme:Arthur King – Changing Landscapes, Avarya, Far From The Castle, Father and Daughter, Guy proposes to his girlfriendon a mountain, Her & Him, Invisible Hero, The Path, The Sound of a Wild Snail Eating, Throat Singing in Kangirsuk, Xiao Xian

Karten und Preise

Karten sind ab sofort auf der Filmfest-Homepage erhältlich, an allen Adticket-Vorverkaufsstellen sowie im Käthe Kaffee (Kaiserstraße 28), bei Chapeau (Herbartgang 19) und bei der Tourist Info am Lappan.

Für die JVA-Vorstellungen findet der Vorverkauf ausschließlich im Käthe Kaffee und bei Chapeau statt. Hierfür muss ein Pass oder Personalausweis vorgelegt werden. Zudem muss die Zustimmung zu einer Sicherheitskontrolle vor der Veranstaltung unterzeichnet werden. Karten für die JVA können nur bis einen Tag vor der Veranstaltung erworben werden.

Preise: Einzelkarte 8,50 Euro; Eröffnungsgala 12 Euro (38 Euro mit Premierenfeier); Filmfestgala und Closing Night 8,50 Euro, Kinobrunch 12 Euro; Dauerkarte 55 Euro, ermäßigt 49 Euro (Passbild mitbringen)

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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