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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Wettbewerb: Auch Musiker kennen Geisterspiele

25.08.2020

Oldenburg /Wildeshausen Fußball und Geisterspiele. Eine recht bekannte Zeiterscheinung. Musik und Geisterspiele? Auch nicht ganz unbekannt, aber weniger wahrgenommen. Doch ohne Publikum zu spielen, passt auch bei Musikern in die Zeit.

Pianist Anton Bovensmann (18) hat sich durch einen Wettbewerb gespielt, online bis ins Finale. Alles ohne Publikum, nicht einmal mit einer Jury live dabei. Die hat vielmehr eine Menge Videos begutachtet und entschieden: Ein erster Preis für Bovensmann!

Solokarriere angestrebt

Der Wettbewerb hat aus der Not, dass Musiker kaum öffentlich auftreten können, eine Tugend gemacht. Unter dem Titel EUPLAYY wurde er kurzfristig im Frühjahr ins Leben gerufen und europaweit in drei Runden zwischen dem 25. Mai und 5. Juli entschieden.

Bovensmann, derzeit in Wildeshausen zu Hause, erlebte einen Teil seiner musikalischen Ausbildung in Oldenburg. Er war Schüler der Liebfrauenschule und erhielt eine kirchenmusikalische Ausbildung nach der C-Prüfung bis Anfang dieses Jahres bei Lamberti-Kantor Tobias Götting. Vielseitigkeit und Neugier prägten ihn nicht nur im Klavier- und Orgelspiel, sondern auch im sportlichen und sozialen Engagement. „Mit sieben Jahren hatte ich meinen ersten Klavierunterricht“, erzählt er. „Mit elf kam Orgel dazu. Aber mit 17 habe ich mich stark aufs Klavierspiel konzentriert.“ Längst verhehlt er nicht mehr: „Eine Solokarriere strebe ich schon an.“

An der Hochschule für Künste in Bremen ist der Pianist Jungstudierender in der Klavierklasse Almut Cordes. Das ist eine frühzeitige Spitzenförderung für Begabte. Als nächstes peilt Bovensmann die Aufnahmeprüfung in Hamburg an. Nach der Abgabe einer digitalen Visitenkarte steht dort in diesem Monat das Live-Vorspiel an.

Jury überzeugt

Bei EUPLAYY startete Bovensmann in der höchsten Altersklasse. Auf 27 Konkurrentinnen und Konkurrenten traf er dort. Mit Werken von Joseph Haydn (Sonate h-Moll), Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge c-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier I) und Claude Debussy (Ballade F-Dur) überzeugte er die Jury mit der Weltklasse-Pianistin Olga Scheps an der Spitze.

Dass es beim Wettbewerbsspiel im Home-Office entspannter zugehen könnte als beim analogen Vorspiel in einem Saal, kann Bovensmann nicht bestätigen. „Der Druck ist da, es ist schon eine Form von Lampenfieber“, sagt er. An einer Kleinigkeit hat er es selbst gespürt: „Bei der Einsendung zur dritten Runde hatte ich doch glatt mein Codewort, was mich bei der Jury ausweist, vergessen.“ Da half es nichts: Der Debussy musste noch mal aufgenommen werden – „noch besser als vorher“, fügt er lachend an.

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