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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Ein Ritual, gewürzt mit Rhythmus und Seele

18.12.2017

Oldenburg Es gibt diese Rituale zu Weihnachten, die ausgeübt werden, ohne dass sie sich jemals auf ihre Sinnhaftigkeit überprüfen lassen mussten. Manches überschreitet gar die Grenzen des guten Geschmacks, wie zum Beispiel Würstchen mit Kartoffelsalat, aufblasbare Weihnachtsmänner in den Vorgärten und das Tschingtschingtsching unter jedem zweiten Radiotitel.

Glücklicherweise gibt es Rituale wie die Winterparty mit den „Tuesbrassers“ im Cadillac, die allerdings genauso gut bei 34 Grad im Schatten unter freiem Himmel funktionieren würde.

Rappelvoll war es auch diesmal im neu hergerichteten Jugendkulturzentrum. Seit über zehn Jahren bringt hier die Oldenburger Band mit ihren musikalischen Gästen spritzigen Funk und Soul und Jazz auf die Bühne. Die elfköpfige Formation präsentierte sich gewohnt souverän und inspiriert mit ihrem druckvollen Bläsersatz in der Besetzung Trompete, Posaune, Alt- sowie Tenorsaxophon. Glänzend aufgelegt waren auch die beiden ausdrucksstarken Sängerinnen Jutta Gürtler und Norma Braun.

„Pepper & Soul“ eröffnete zunächst schwungvoll den Abend. Das Sextett aus Bremen brachte den Soul nach Oldenburg, unterstützt von der Bläsersektion der „Tuesbrassers“.

Dusty Springfields Klassiker „Son of a Preacher Man“ und Wilson Picketts „Mustang Sally“ überzeugten ebenso wie der weitere Ausflug in die Geschichte der leidenschaftlichsten aller Musikstile.

Anschließend feierten die „Tuesbrassers“ ihr Heimspiel in gewohnter Manier, ohne es dabei an Intensität und Spielfreude vermissen zu lassen. Von Anfang an hatten sie die Zuschauer als Mittänzer auf den Beinen und ihrer Seite.

Die durch Caro Emerald bekannte Nummer „A Night like This“ eröffnete den Abend. Sogar der Ausflug in die Achtziger gelang schadlos, da Michael Sembellos „Maniac“ frisch und funky interpretiert wurde. Die „Tuesbrassers“ um Bandleader Josef Kempen gründeten sich 2005 und gehören in Oldenburg und umzu zu den musikalischen Institutionen. Man kennt sie auf den Bühnen des Kultursommers, von Konzerten in der Kulturetage oder von Auftritten ehedem bei der „Hafenlust “ und der „Nacht der Museen“.

Und eben von ihren traditionellen Weihnachtskonzerten, bei denen auch diesmal wieder ein weiterer guter Zweck im Vordergrund stand. Alle Einnahmen aus dem Eintritt kamen in diesem Jahr der „Elterninitiative krebskranker Kinder e.V.“ zu.

Etwas für das eigene Wohlbefinden getan zu haben und gleichzeitig anderen Menschen zu helfen – was kann es Besseres geben vor Heiligabend? Dann sind auch Würstchen mit Kartoffelsalat und Weihnachtsschnickschnack viel leichter zu ertragen. Dank der „Tuesbrassers“.

Oliver Schulz
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2094

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